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Von oben sieht man vieles schärfer!
Es gibt eine ganze Reihe von Artikeln in unseren Schachblättern, hier eine kleine Auswahl. Klicken Sie auf die Überschriften der verschiedenen Texte:
Dr. Hellmuth Lange: (Schach-) Spielend in die Chef-Etage?! (Ein Text aus der Vareler Jubiläumsbroschüre)
Das Schachspiel hat immer schon hohes gesellschaftliches Ansehen und geistigen
Rang gehabt. Ob sich aber die Fähigkeiten und Begabungen des im Schachspiel
Geübten auch in anderen Bereichen nutzen lassen, war seit jeher
umstritten.
Im Gegenteil, man warnte an Hand abschreckender Beispiele vor diesem Spiel
und seinen schlimmen Auswirkungen auf den Menschen und seine Psyche. Da ist
der Hinweis auf das seinerzeitige Schachwunderkind Paul Morphy, das mit 47
Jahren einsam und von Verfolgungswahn gequält starb. Oder der Weltmeister
Wilhelm Steinitz, von dem gesagt wird, er habe Gott zum Wettkampf
herausgefordert.
In Maßen gespielt, scheint es aber nun doch als eine Hilfe beim Üben
strategischen Denkens akzeptiert zu werden. Wie sonst ist es zu erklären,
daß sich die Industrie - zumindest die Banken - zunehmend für
Bewerber mit Erfahrung und Qualitäten im Schachspiel oder auch Bridge
interessiert.
Das tut zum Beispiel die Bankers Trust Corporation in New York, wenn sie
ihren Banker-Nachwuchs gezielt mit Anzeigen in Schach-Zeitschriften wie Chess
Life, New in Chess oder dem Bridge-Magazin Contract Bridge Bulletin sucht.
Ist somit in Zukunft Bridge kein elitärer Zeitvertreib mehr und Schach
nunmehr eine Etappe bei der Berufsausbildung? Das Kalkül scheint klar:
wer gewohnt ist, die nächsten Züge etwas weiter als der Gegner
oder Partner durchzurechnen, oder wer gelernt hat, 52 Karten im Kopf zu behalten,
ist Konkurrenten überlegen, die das Datum von der Armbanduhr ablesen
müssen oder die eigene Telefonnummer im Taschenkalender suchen. Die
Idee geht noch weiter: wer darin geübt ist, kalkulierte Risiken zugunsten
langfristiger Ziele einzugehen, wer die Fähigkeit pflegt, ein Knäuel
von Faktoren und möglichen Entwicklungen zu durchschauen und
vorauszuberechnen, wer darin trainiert ist, Geduld bis zum richtigen Moment
aufzubringen und das alles unter dem Zeitdruck der (Schach-) Uhr, der wird
auch das Talent haben, das den Devisenhändler befähigt, minutenschnell
strategische Abwägungen vorzunehmen, Pläne zu korrigieren und
vielschichtige Entscheidungen zu treffen.
Oder wird hier der spielerische Mensch gesucht, der in einer spielerischen
Atmosphäre Spitzenleistungen erzielt? Ist es vielleicht so, wie Marion
Kauke sagt, daß alle wirklich genialen, kreativen Menschen spielerisch
gearbeitet haben. Schiller schrieb schon in seinen philosophischen Arbeiten,
daß "der Mensch nur dort wirklich Mensch ist, wo er spielt". Ist es
das bewußte Spielen, was den Menschen von der Kreatur unterscheidet?
Auch wenn die Forschungen über die Gehirnzustände beim Spielen
noch in den Anfängen sind, so weiß man doch schon, daß beim
Spiel in unserem Gehirn biochemische Prozesse ablaufen und gehirneigene Opiate
ausgeschüttet werden, die uns zu höheren Leistungen verhelfen.
Also das Schachspiel in der Schule bei den jungen Schülern mehr pflegen?
Da dürfte schon etwas dran sein, zumal dieses Spiel nun schon seit
Jahrhunderten eine unveränderte Faszination auf den Menschen ausübt
und auch in der heutigen schnellebigen Zeit zu Ruhe und Konzentration zwingt.
Die weite Akzeptanz dieses Spiels zeigt sich auch schon daran, daß
Motive und Begriffe aus der Welt des Schachspiels in vielen anderen Bereichen
gebraucht werden - oftmals ohne daß derjenige sich dessen bewußt
ist ( Hängepartie, Zugzwang, Zeitnot, Pattsituation, Bauernopfer
u.v.a.m.).
Welche Gründe sprechen weiter dafür, sich in der Schule systematisch
mit dem Schachspiel zu beschäftigen? Das Schachspiel wirkt durch seine
Regeln erzieherisch und wird im Hinblick auf die Ausschaltung von Glück
und Pech leichter akzeptiert. Die Maßgabe "berührt - geführt"
verlangt Disziplin und im übrigen muß sich der Spieler
einigermaßen ruhig verhalten - was heute an sich schon eine Leistung
ist.
Das Schachspiel fördert die Konzentrationsfähigkeit gegenüber
der Ablenkung durch das vielfältige Angebot an Zerstreuung (Fernsehen
und Radio). Erfahrungsgemäß dient das Schachspiel auch dem Abbau
von Agressionen dadurch, daß diese innerhalb vorgegebener Regeln befriedigt
und neutralisiert werden, ohne dabei Schuldgefühle zu hinterlassen.
Nach wissenschaftlichen Untersuchungen fördert das Schachspiel
schließlich das logische Denken und das Gedächtnis, ebenso wie
das kreative Denken bei der Suche nach gewinn- bringenden Schachkombinationen
geübt wird. Und endlich ist das Schachspiel eine sinnvolle
Freizeitbeschäftigung, die man auch noch im Alter ausüben kann,
die das Gehirn munter hält und letztendlich auch kein Vermögen
kostet.
Darüberhinaus lehrt das Schachspiel, daß man Problemen nicht
ausweichen oder diese aussitzen kann, sondern durch Entscheidungen lösen
muß. Dazu zwingt im Spiel die Schachuhr, die unerbittlich die Zeit
des eigenen Nachdenkens abmißt und darauf hinweist, daß eine
Entscheidung getroffen, ein Zug gemacht werden muß. "Remis durch ewiges
Nachdenken" gibt es seit Erfindung der Schachuhr in der Mitte des vergangenen
Jahrhunderts nicht mehr. Im Leben wird zwar erfahrungsgemäß immer
wieder versucht, Entscheidungen passiv durch Abwarten zu umgehen; die Folge
ist aber meist, daß andere die Entscheidung treffen und die Initiative
an sich reißen.
Also doch in den Schachklub, um sich auf die Entscheidungen im Leben
vorzubereiten?! Zu den 100000 Schachspielern gesellen, die in Deutschland
in 3000 Vereinen organisiert sind und das Schachspiel nicht nur gelegentlich
sondern regelmäßig in ihrem Club spielen und Spaß daran
haben?!
Die Mogelchance |
Hermann Züchner: Die "Mogel"-Chance (ein Text aus der Emder Jubiläumsbroschüre)
Ich hatte vor einigen Jahren in einem Spiel der Emder Seniorenmeisterschaft gegen meinen schärfsten Rivalen mit Weiß spielend zunächst die Qualität gewonnen und steuerte offensichtlich auf einen glatten Sieg zu. Doch dann lockte mich mein Gegner in eine böse Falle, die ich siegesgewiß übersah. Dieser Fehler kostete mich einen Läufer und zwei Bauern. Nach 46 Zügen, - mein Gegner hatte sich gerade von Zeitnot erholt,- stand ich hoffnungslos auf Verlust, wie das folgende Diagramm zeigt.

Bis dahin hatte ich mich noch gut halten können, weil mein Bauer auf
f5 den schwarzen Springer von f8 einengte, aber nun waren die schwarzen Bauern
bis nach g4 und h3 vormarschiert. Damit waren sie unaufhaltsam gefährlich
geworden, und ich konnte mit dem König nicht mehr an sie herankommen.
So zog ich nach demonstrativ gründlichem Nachdenken offensichtlich mit
bösen Hintergedanken als 47. Zug: f5-f6:

Dies war natürlich eigentlich ein Bluff, aber ich war ziemlich sicher,
daß mein Gegnern die beiden für ihn besten Züge nicht machen
würde. In Frage kamen dafür: 47. --- Txf6 oder 47. -- Se6. Den
Zug Txf6 würde mein Gegner wohl verwerfen, um seinen Läufer nicht
zu verlieren, obwohl er diese Figur zum Sieg garnicht mehr gebraucht
hätte.
Noch gefährlicher für mich war der Zug Se6. Aber mein Gegner
würde wohl Gespenster sehen: Könnte nicht doch etwas Schlimmes
nach meinem 48. Zug Bf6-f7 auf der Grundlinie geschehen? Außerdem hatte
ich ihm das Angebot gemacht, mit Te6+ meinen König auf die d-Linie
zurückzudrängen und anschließend mit Te6-d6 meinen Turm auf
d5 zu fesseln. Auf der 7. Reihe schien ja nur Bf6-f7 zu drohen.
So ging dann auch die Partie weiter: 47. --- Te6+; 48. Kd1 Td6. Damit war
ich, wie heimlich erhofft, am Ziel meiner Wünsche: 49. Tb7-g7+, beide
gefährlichen Bauern von Schwarz waren nicht mehr zu retten. Ein wichtiger
Zwischenschritt zum Remis war geschafft. Auch jetzt war die Sache noch schwierig
für mich, aber knapp zwanzig Zügen später war weit nach
Mitternacht das Remis geschafft.
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Zur Vorbereitung der Kongresse gab es Berichte der Vorsitzenden, hier eine Auswahl dieser Rückblicke und Berichte: Klicken Sie auf die Über- schriften der verschiedenen Berichte:
Wolfgang Berger: Kongress 2004
Bericht zum Kongress 77Heino Detken: Rückblick zum Kongreß 1977
Wie auch in den letzten Jahren hält die Aufwärtsentwicklung weiter
an.
Am 11. September haben der OOSV-Vorstand, Herr Kung und die Bezirksvorsitzenden
in Rastede die Probleme des Anschlusses an den niedersächsischen
Schachverband diskutiert mit den Herren Seebaß und Gieseke.
Beschlüsse wurden nicht gefaßt. Die .Niedersachsen hauen die
außerordentliche Mitgliedschaft im Sportbund beantragt. Ich werde auf demi kommenden Osterkongreß zurücktreten, da zu meiner beruflichen Beanspruchung (kooperative Gesamtschule) und den sogenannten Ehrenämtern im Tennis und Schach neu hinzu gekommen ist die Wahl zum Ratsherrn. Außerdem sehe ich auch meine Arbeit für den OOSV als im wesentlichen erfüllt an. Es ist mir gelungen unter tatkräftiger Mithilfe der Herren von Minden und Meyer sowie vor allem Herrn Janasen den OOSV aus einem tiefen Tal im Herbst 71 wieder herauszuführen. Selbstverständlich war der Aufschwung nur möglich durch die gute Mitarbeit der Bezirks- und ganz besonders der Vereinsvorstände. Für die Zukunft bleiben meinem Nachfolger neben dem weiteren Ausbau der Mannschaftskämpfte insbesondere 3 Aufgaben:
1. Erweiterung der Einzelmeisterschaften (neben Damen-Turnier, Meistervorturnier,
Senioren-Turnier über 60 J.)
Rastede, den l. l2. 76
Detken
Benno Dräger: Rückblick und Bericht zum OOSV-Kongreß 1978 Der Bericht des Verbandsvorsitzenden fällt diesmal recht umfangreich aus. Dies ist dadurch gerechtfertigt, daß auf dem Osterkongreß Fragen zur Entscheidung anstehen, die eine gravierende Weichenstellung für aas Schachleben unseres Verbandes bedeuten. Ein ausführlicher Bericht bietet den Vorteil, daß icl auf dem Kongreß selbst mich kürzer fassen darf, so daß Zeit eingespart wird für die notwenigen Diskussionen. Der Bericht zerfällt in zwei Teile, wobei der erste Teil einen Rückblick auf das Schachleben in unserem Verband während dieses Geschäftsjahres darstellt, der zweite Teil soll ein Blick in die Zukunft, unsere allernächste Zukunft, eröffnen. Er beschäftigt sich vornehmlich mit Überlegungen zur Neustrukturierung unseres Bezirke und vor allem mit Punkten im Zusammenhang zur Eingliederung in den Niedersächsischen Schachverband. In diesem Zusammenhang muß ich auch auf die wesentlichen Anträge dieses Osterkongresses eingehen.
Der von meinem Vorgänger, Herrn Detken, in den letzten Berichtsjahren
herausgestellte deutliche Aufwärtstrend in den Aktivität unseres
Verbandes hält an. Der OOSV besteht z. Zt. aus 25 Vereinen, wobei Norderney,
Vechta und Wittmund Neugründungen sind. Aus einem mir vorliegenden
Situationsbericht von Herrn Janssen geht hervor, daß sich in der noch
laufenden Saison 35 Mannschaften an den Kämpfen in Verbandsklasse,
Aufstiegsliga und Verbandsliga meldeten, von denen zwei Mannschaften - aus
der untersten Spielklasse- ihre Meldungen später wieder
zurückzogen. Als erfreulich hat sich auch die Zusammenarbeit im Vorstand und im erweiterten Vorstand gestaltet. Zur Amtsübergabe durch Herrn Detken erfolgte die erste Vorstandssitzung, zu drei weiteren Sitzungen war der durch den Rechtsberater Herrn Kung, den Ingobearbeiter Herrn Schnabel und die Vorsitzenden der Bezirke erweiterte Vorstand geladen. Ich halte diese Sitzungen für eminent wichtig, da durch die Bezirksvorsitzenden aufgrund deren intensiven Kontakte zu den einzelnen Vereinen eine exakte Rückmeldung über Meinungen und Stimmungen erst ermöglicht wird. Zum anderen sind die Bezirksvorsitzenden prädestiniert, als Multiplikatoren Information von der Verbandsleitung weiter in die Vereine zu leiten und Meinungsbildungsprozesse erst zu initiieren.
Nicht zuletzt aus diesen Gründen heraus halte ich den föderativen
Aufbau des Verbandes, die Bezirke als Mittel Instanzen zwischen Vereinen
und Verbandsleitung, für unverzichtbar. Oberster Grundsatz bei unserer angestrebten verbindlichen Klärung muß es sein, Bezirke zu schaffen, in denen ein reges, auf Wettstreit der Vereine beruhendes Schachleben stattfindet (wie es z.B. in vorbildlicher Weise in Ostfriesland und mit Abstrichen in Südoldenburg praktiziert wird), Die Bezirke sollen nicht nur vornehmlich Verwaltungseinheiten sein, von ihnen müssen auch Impulse zur Neugründung von Vereinen im Umkreis ausgehen, alles Aufgaben, die im zentralistischen System nicht oder nur schwerlich durchgeführt werden können. Denn bei allen Möglichkeiten, die dem Verbandsvorstand sich bieten, die eigentlich entscheidende Arbeit wird und muß in den Vereinen und Bezirken, in den Mikrostrukturen, geleistet werden, der Verband kann dieses nur unterstützen und koordinieren.
Nach ausführlicher Diskussion von vier Vorschlägen zur Neugliederung
der Bezirke, die von einer Kommission erarbeitet worden sind, wurden die
beiden in engere Wahl gezogen, die nach Meinung der Mitglieder des erweiterten
Vorstandes auf den geringsten Widerstand stießen (vgl. Bericht von
Herrn Meyer, Schachnotizen Februar 1978 S.9/10).
Zurück zur Eingliederung des OOSV. Unser Verband wird als Bezirk V im
Ndrs. Sehachverband eine weitgehende Autonomie zugestanden, so daß
wir unsere Unterorganisationen selbständig regeln können.
An unseren Beitritt zum Ndrs. Schachverband ist eine unverzichtbare Option
gebunden (vgl. Antrag). Um nicht später von anderen Bezirken auf einer
Generalversammlung majorisiert werden zu können, ist in einer Klausel
vereinbart, daß der territoriale Bestand des Bezirks V, der identisch
ist mit dem des derzeitigen OOSV, nicht gegen den Willen der Mehrheit seiner
Mitglieder verändert werden kann.
Vechta, im Februar 1978 Benno Dräger
Benno Dräger: Rückblick zum SBOO-Kongreß 1980 Die Gesamtentwicklung des zurückliegenden Jahres soll hier nur an einigen Kulminations- und Brennpunkten schlaglichtartig aufgezeigt werden; zu umfangreichen Darlegungen sollte der Kongreß ausreichend Gelegenheit bieten. 1. Wenn vielleicht nicht am augenfälligsten, doch sicherlich am arbeitsintensivsten waren die langwierigen Beratungen und die schließlich erfolgte Verabschiedung der lange überfälligen Satzung unseres Bezirkes. Ich glaube im Namen aller Beteiligten sprechen zu dürfen, wenn ich sage, daß wir erleichtert sind, diese mühselige und notwendige Arbeit abgeschlossen zu haben, so daß wir uns jetzt anderen Projekten zuwenden können. Ein besonderer Dank gilt dem Ausschuß, der durch seine Vorarbeiten eine wesentliche Basis für diesen Abschluß geleistet hat. 2. Ein nicht minder gravierender Aspekt ist in diesem Zusammenhang vorangetrieben und zur Lösung geführt worden, nämlich die exakte territoriale Beschreibung und Abgrenzung der Unterbezirke, ein Themenkomplex, der uns auch schon geraume Zeit beanspruchte und geeignet war, schwerwiegende Konfliktsituationen heraufzubeschwören, wenn es immer wieder galt, Sonderinteressen von Vereinen und Unterbezirken mit den Gesarntinteressen des Bezirkes abzuwägen. Ich glaube, daß wir eine Lösung gefunden haben, die den föderativen Charakter unserer Bezirksstruktur fortschreibt (Vereine als Basis - Unterbezirke als Mittelinstanzen - Bezirk als Rahmen) und gleichzeitig für die Unterbezirke Größenordnungen geschaffen hat, die zu einem attraktiven Schachleben auf Unterbezirksebene führen können. 3. Eine nicht zu unterschätzende Neuerung ist durch die Entscheidung erreicht worden, neben dem Kongreß, der im Herbst im Zusammenhang mit den Einzelmeisterschaften steht, regelmäßig im Frühjahr einen Kongreß durchzuführen. Hierdurch sollte es möglich werden, an einem zweiten Termin im Jahr möglichst ohne Zeitdruck zur Aussprache zu gelangen, wozu auf den Herbstkongressen aufgrund der Überladung mit offiziellen Belangen wie Protokollen, Wahlen usw. wenig Raum bleibt. 4. Im Spielbetrieb haben wir in der bevorstehenden Saison aufgrund einer sehr breiten Basis von Mannschaften in der Kreisklasse eine Erweiterung des Mittelbaus geschaffen, indem die Bezirksklasse jetzt zweizügig spielt. Wir hoffen durch diese Umstellung, die auf dem Herbstkongreß in Leer beschlossen wurde, eine größere Fluktuation durch Auf- und Abstiegserweiterung und damit fördernden Anreiz geschaffen zu haben. 5. Die Zugehörigkeit zum Niedersächsischen Schachverband hat sich, von spieltechnischer Seite gesehen, als durchweg attraktiv und leistungsfördernd herausgestellt. Die Zusammenarbeit auf der organisatorischen Ebene kann in allen Gremien als sachlich und partnerschaftlich zugleich beschrieben werden. 6. Als Anlaß für Unstimmigkeiten innerhalb unseres Bezirkes haben sich Bereiche entwickelt, die mit der termingerechten Meldung durch die Vereine und mit kassenrechtlichen Fragen zu tun haben. Nicht zuletzt unzureichende Bestimmungen haben diesen Prozeß gefördert. Hier muß Abhilfe geschaffen werden. Eine Gefahr sehe ich aber andererseits in der Tendenz, die sich hier und im Gesamtbereich der Organisation anzudeuten scheint, nämlich alles bis ins letzte Unterdetail in Paragraphen, Ordnungen und Unterordnungen festlegen zu wollen. Hierbei wird meiner Ansicht nach übersehen, daß sich auch bei aller Sorgfalt Lücken und konträre Interpretationen ergeben. Es gilt der Gefahr zu steuern, daß im Wust der Überorganisation, die Selbstzweckcharakter annehmen kann, das Wesentliche verloren gehen kann, das Interesse am Spiel selbst. Bei einem fest umrissenen Katalog von überschaubaren Vereinbarungen müßte es möglich sein, auch in Konfliktsituationen durch Gespräche zu unbürokratischen Lösungen zu kommen. Zu der dafür erforderlichen Konsensbereitschaft und -fähigkeit sind wir alle aufgerufen. Ich freue mich darauf - und glaube im Namen aller Vorstandsmitglieder sprechen zu können -, auf dem Kongreß mit den Delegierten aus den Vereinen die Rückkoppelung zur Basis wieder aufnehmen zu können. Ich bitte darum, sich in den Vereinen über die Anträge abzustimmen und vor allen im Zusammenhang mit dem Tagesordnungspunkt 8 Vorabsprachen zu treffen, damit wir die Ausrichtungen von Meisterschaften und Kongressen am 26. Oktober auch vergeben können.
Hermann Züchner: Bericht für den SBOO-Kongreß 1997
a) Mitarbeit im NSV
b) Vorstandsarbeit im Fachverband
II. Die Leitung des Schachbezirkes
Wolfgang Berger: Bericht für den Kongreß 2004
So entstanden einige unliebsame Situationen, in die der Vorstand zu gegebener
Zeit hätte einschreiten können bzw. müssen, da einige
Vorstandsmitglieder ihre Aufgaben nicht so wahrgenommen haben, wie es
erforderlich gewesen wäre. Wenn häufiger auf entstehende
Schwierigkeiten hingewiesen worden wäre, hätten einige Probleme
sicher behoben werden können.
Zum Abschluß meines Berichtes möchte ich kurz die Zeit meiner
Funktion als 1. Vorsitzender des SBOO zusammenfassen.
W. B e r g e r 1. Vorsitzender |
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Immer wieder tauchen in den Archivunterlagen bestimmte Namen auf, die sich in besonderer Weise für den Schachsport eingesetzt haben. Ohne Professor Pfannenstiel, Dr. Wolffram , Dr. Wielandt, Studienrat Petzoldt, Max Nürnberger, Heinz Seegebrecht und Heino Detken, um nur einige zu nennen, könnten wir vielleicht garnicht unser Jubiläum feiern.
Besonders viele Nachrichten und Briefe gibt es in den Unterlagen von
Professor Pfannenstiel, dem Gründungsvorsitzenden und späteren
Ehrenvorsitzenden des OOSV, der als Musikpädagoge an einem Oldenburger
Gymnasium arbeitete, zusätzlich war er für viele Gymnasiasten der
Schachtrainer, er hatte zu ihnen ein besonders Verhältnis. Dafür
als Beispiel die Vorbereitung der Jugendturniere Ostern 1958 in Oldenburg:
Zur Vorbereitung wendet er sich schriftlich an zwei Schüler, ein Brief
geht an Manfred Herrmann, der an der Hindenburg Schule einige Punkte
erledigen sollte. Der Brief endet: Herzlich grüßt Euch
Hindenburgler Euer Schachhäuptling. Der zweite Brief geht
an Heino Rottmann für die Anton-Günther-Schule, hier heißt
die Grußzeile am Schluß: Herzlicher Gruß und Dank,
geschätzter Winnetou! Dein (Pf.)
In einer Statistik über diese Jugendturniere hält Professor
Pfannenstiel fest, daß dort 50 Jugendliche teilgenommen haben: 31 aus
Oldenburg, 11 aus Wilhelmshaven, 3 aus Ohrwege, 2 Nordenham und je 1 aus
Westerstede, Blexen und Stollhausen. Er teilt mit, daß darunter 40
Oberschüler, 3 Mittelschüler, 2 Volksschüler, 3 Lehrlinge,
1 Geselle und 1 Jungarbeiter waren.
Unser nebenstehendes Foto zeigt zwei weitere wichtige
Persönlichkeiten, links Dr. Wilhelm Wielandt und neben ihm Dr.
Walter Wolffram. Wilhelm Wielandt wurde zum Ehrenmitglied des OOSV
ernannt, ohne daß er nach dem Krieg noch einmal Vorstandsmitglied im
OOSV wurde. Er hatte 1925 den Vorläufer des Schachverbandes Weser-Ems
gegründet. Als Besitzer eines Torfkokswerkes konnte er zu Besprechungen
OOSV-Vorstandsmitglieder in seinem PKW mitnehmen und half immer wieder bei
finanziellen Engpässen dem Verband mit Geldspenden.
Dr. Wolffram war Arzt in Wilhelmshaven, 1933 wurde er Vorsitzender des
Schachkreises Wilhelmshaven, nach dem Krieg dann 1946 Vorsitzender des WSC
und wenig später Leiter des wiedergegründeten Schachbezirks
Wilhelmshaven. 1958 wurde er Nachfolger von Professor Pfannenstiel und blieb
es bis 1968.
Hier ein weiteres Foto aus den Unterlagen: Es zeigt
anläßlich einer Siegerehrung einige der wichtigsten Personen des
OOSV. In der Mitte mit der Tabelle in der Hand sehen wir Dr. Walter Wolffram,
links neben ihm steht der Jugendwart Professor Pfannenstiel, links am Rande
des Bildes findet sich der Turnierleiter Anton Eilers. Auf der rechten Seite
von Dr. Wolffram folgt Heinz Seegebrecht, ebenfalls aus dem WSC, der
1968 OOSV- Vorsitzender wurde, daneben finden sich als erfolgreiche
Turnierteilnehmer Dieter Bünger und Manfred Herrmann, die bis heute
bekannte Schachspieler im Bezirk sind.
Eine kleine Anmerkung: Es fällt auf den Bildern auf, wie gepflegte
Erscheinung und Kleidung für Schachspieler damals noch
selbstverständlich waren.
(Leider konnte ich in den Unterlagen nicht ermitteln, in welchem Jahr
das Foto entstanden ist. Aber ich denke, daß diese CD Neuauflagen erleben
kann, es gibt gewiß noch Schach- freunde, die diese Frage beantworten
können.)
Ein drittes Foto zeigt Heino Detken aus dem Schachverein
"Weißer Turm" Rastede, der 1971 OOSV-Vorsitzender wurde. Er
überreicht dem Oldenburger Harm Cording, einem Schüler von Professor
Pfannenstiel, einen Siegerpokal. Er gab den Vorsitz des OOSV 1977 ab,
auch er starb früh, schon 1985 im Alter mit 55 Jahren.
Das besondere Verdienst von Heino Detken war, daß er den OOSV aus einer
tiefen Krise herausführte, die durch den frühen Tod von Heinz
Seegebrecht im Jahre 1971 verschärft worden war.
Von Herbst 1971 ging es nach dem Tiefpunkt 1969/70 wieder aufwärts.
Im Hintergrund sieht man am linken Bildrand Horst von Minden, der 1967 Turnierwart des OOSV wurde und später längere Zeit Unterbezirksvorsitzender war.
(Auch hier vermag ich nicht zu ermitteln, wann das Foto entstand.)
Nicht vergessen werden soll der entscheidende Mann im Schachbezirk Ostfriesland, der verstorbene Studienrat Petzoldt aus Emden:
![]() Jahrelang war Studienrat Pet- zoldt aus EmdenVorsitzender des Bezirks Ostfriesland. |
![]() Ganz selbstverständlich wurden die Nachrichten brieflich weitergegeben, hier schreibt Studienrat Petzoldt 1960 an Dr. Wolffram u. a. über eine Partie; die sein Sohn Dieter während der Jugend- meisterschaft spielte. |
Was ich ahnte: der Bremer war stärker! Ich glaube Dieter hatte zuviel Lampenfieber und spielte nicht unbefangen genug. Den geschlossenen Sizilianer hatte der Bremer am Abend vorher bei Ditt studiert und mit dem stärksten Zug Tb8 entgegnet. Ansonsten spielte Dieter zu unentschlossen und zuviel hin u. her. Das nächste Mal besser!
Es ist schon erstaunlich, wie viele handschriftliche Briefe zwischen den Vorstandsmitgliederm hin- und hergingen, erst langsam setzen sich die Schreibmaschine und die Wachsmatritzen durch!
Außerdem ist klar, daß den genannten Schachfreunden gleichzeitig auch andere zur Seite standen, die ihre Arbeit erst möglich machten. Aber manche treue Mitarbeiter können hier nicht genannt werden, weil sie doch mehr in der Stille gearbeitet, ohne daß das sich gleich in den Akten niederschlug.
Dankbar schauen auch einige Vereine auf Schachfreunde, die auf der Vereinsebene z. B. die Jugendarbeit in besonderer Weise gefördert haben, ihre Namen finden sich auf einer Seite zum Thema "Jugendarbeit".
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- Geschrieben von: Thomas Schwietert
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In eine solchen Textsammlung gehört eine Ehrentafel, leider versäumen manche Vereine, ihre Mitglieder für eine Ehrung anzumelden.
| Goldene Verbandsnadeln des NSV für 40jährige Mitgliedschaft |
Ehrungen |
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| Schmahl Paul Wilhelmshaven 02.1977
Schmahl Walter Wilhelmshaven 02.1977 Eilers Anton Wilhelmshaven 02.1977 Westphal Arthur Brake 03.1981 Casper Bruno Löningen 06.1983 Thole, Bernd Lohne 07.1986 Averdung, Hermann Papenburg 04.1987 Bemboom, Paul Papenburg 04.1987 Linke, Edgar Rodenkirchen 10.1987 Alves Heinz Wittmund 01.1988 Bartkowski Walter Lohne 04.1988 Herrmann, Hermann Jever 03.1989? Schmeiss, Walter Löningen 11.1989 Weller, Friedhelm Oldenburg 02.1991 Berger, Wolfgang Wilhelmshaven 12.1991 Harms, Ewald Wilhelmshaven 12.1991 Manger, Hans Wilhelmshaven 12.1991 Schnabel, Benno Neuenburg 12.1991 Thien, Willi Wilhelmshaven 12.1991 Rohbeck, Franz Wilhelmshaven 12.1991 Behrens, Claus Rastede 02.1998 Kebbedies, Helmut Rastede 02.1998 Bünger, Dieter Vechta 12.1998 Jakobi, Karl Vechta 12.1998 Tumbrägel, Hinrich Vechta 12.1998 Wittich, Uwe Brake 01.2000 Guschmann, Karl-Heinz Brake 01.2000 Kauer, Franz Rastede 12.2003 |
Ehrenvorsitzender des OOSV/SBOO: Professor Ekkehard Pfannenstiel, Oldenburg 29.03.1959 * 1896 + 1986
Ehrenmitglied des OOSV:
Goldene Ehrennadeln des NSV :
Silberne Ehrennadeln des NSV : Janssen, Herbert , Norden 21.03.1982 Dräger, Benno, Lohne 14.02.1982 Berger, Wolfgang Whaven 17.05.1988 Züchner, Hermann Emden 16.09.1998 Bertram, Karsten, Whaven 17.09. 2005
Plaketten für langjährige Mitgliedschaft Feldmann, Werner Oldenburg 70 Jahre 16.10.1998 Biegler, Leo Oldenburg 50 Jahre 16.10.1998 Weller, Friedhelm Oldenburg 50 Jahre 16.10.1998 Berger, Wolfgang Wilhelmshaven 50 Jahre 15.01.2002 Manger, Hans Wilhelmshaven 50 Jahre 15.01.2002
Weitere Ehrungen Berger ,Wolfgang Whaven erhielt weitere Ehrungen vom DSB, vom Niedersächsischen Sportbund, der Bundeswehr und von der Katholischen Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung e. V.
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- Geschrieben von: Thomas Schwietert
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Auch in diesem Jahr gibt es zur Vorbereitung des Kongresses Berichte der Vorstandsmitglieder. Wir bringen sie auch hier, weil sie eine gute Momentaufnahme der Arbeit des Bezirkes sind. Klicken Sie auf die Überschriften der verschiedenen Berichte:
Ralf Heyen: Bericht des Vorsitzenden
Klaus Schumacher: Bericht des Turnierleiters
Jens Kahlenberg: Bericht des Wertungsreferenten
Hermann Züchner: Bericht des 2. Vorsitzenden
Rene Martens: Bericht des Kassenwartes
Maximilian Dietrich: Bericht des Jugendwartes
Bericht zum Kongreß 2006
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Rückblick: Nachdem ich 2004 auf den Kongress in Oldenburg, etwas überraschend, in den Vorstand des Bezirkes gewählt worden bin, denn eigentlich war ich als Jugendwart (haupsächlich) wegen der Kaderordnung anwessend, die auf der Tagesordnung stand, habe ich einmal überlegt, was ich von dem Bezirk und seinen Mitgliedsvereinen eigentlich weiss. Dabei habe ich festgestellt, dass ich über Strukturen in Mannschaftswettbewerben, im Jugendbereich und in der Lehrarbeit im Bezirk einiges wusste und auch einige der Ordnungen kannte (aber nicht alle). Aber meine Kenntnisse über die Vereine und ihre Bedürfnisse oder Probleme gaben mir noch recht wenige Einblicke. Ich habe daher auf der erweiterten Vorstandsitzung 2005 in Rastede angekündigt, dase ich nach und nach die Vereine besuchen werde, um diese kennenzulernen und mir einen Überblick über ihre Strukturen zu verschaffen. |
Nachdem ich im Juni letzten Jahres den Bezirksvorsitz von Hermann Züchner
übernommen habe, setzte ich dann dieses Vorhaben in die Tat um.
Bisher habe ich die Vereine Bad Zwischenahn, Schortens, Vechta, Werlte, Rastede
und Quackenbrück besucht und habe an den Jahreshauptversammlungen in
Emden und Esens teilgenommen. (Bis dieser Bericht auf der CD veröffentlicht
wird, werden es mit Sicherheit noch einige Besuche mehr geworden sein).
Neben den Vorstandsitzungen, an denen ich seit meiner Wahl als 2. Vorsitzender
teilnahm und die ich anschließend als 1. Vorsitzender geleitet habe,
vertrat ich die Interessen des Bezirkes auf einer Vorstandssitzung des NSV
und nahm an zwei Kongressen des NSV teil.
Zur Zeit:
Die Mannschaftskämpfe laufen wie fast jedes Jahr, ohne große Probleme.
Die Lehrarbeit funktioniert auch sehr gut, allerdings wird sie noch teilweise
zögerlich von den Vereinen angenommen. Die Rücklagen des Bezirkes
sind kritisch gering, aber auch hier ist Besserung in Sicht. Im Bereich der
Jugendarbeit zeigt sich, dass wir langsam den Anschluß an die anderen
Bezirke in Niedersachsen im Bereich der Spitzenspieler verlieren. Notwendig
erscheinen mir aber auch in der Breitenarbeit weitere Bemühungen, ich
sehe ich da noch Verbesserungsmöglichkeiten.
Ziele:
Ich denke, dass der Bezirk im Bereich der Jugend- und Lehrarbeit seinen
Schwerpunkt für die nächsten Jahre legen sollte. Zum Beispiel ist
der Regierungsbezirk Wesser-Ems im Schulschach führend in Niedersachsen.
Jugendliche Schachspieler gibt es genügend im Bezirk, aber viele finden
nicht den Weg in die Vereine. In einigen Vereinen wird hervorragende Jugendarbeit
geleistet, in anderen wiederum überhaupt nicht. Hier tritt das Problem
auf, dass es in den Vereinen Schachfreunde gibt, die es machen könnten,
sich es aber nicht zutrauen. Hier denke ich, dass es wichtig ist, die Lehrarbeit
weiter voranzutreiben und die Schachfreunden auf die Angebote des Bezirkes
durch bessere Information aufmerksam zu machen.
Rhauderfehn, im Februar 2006 Ralf Heyen, 1. Vorsitzender des SBOO
Bericht des Turnierleiters |
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Bericht zum Kongreß 2006
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Seit 2004 bekleide ich das Amt des SBOO-Turnierleiters. Was geschah bisher?
1. Mannschaftsmeisterschaften: Sind ein Selbstgänger. Läuft erfolgreich
wie eh und je. |
4. Schnellschach: Zieht keinen mehr vom Hocker. Trotz guter
Öffentlichkeitsarbeit nur schwache Beteiligung. Vielleicht wegen Randlage
des Austragungsortes!? Schade eigentlich, aber das Angebot ist anscheinend
zu groß. Aufgeben werde ich aber nicht!
5. Einzelmeisterschaft Erwachsene: War lange Jahre nicht unbedingt der Renner.
Wurde parallel als Oldenburger Stadtmeisterschaft ausgetragen. Hat sich
abgenutzt. Im Jahr 2005 wurde dieses Turnier allerdings reformiert. Es wurden
an einem Wochenende (Samstag(Sonntag) 5 Partien gespielt.
Nun zu den Zielen:
1. Das Hauptziel muss sein, die Einzelmeisterschaft der Erwachsenen attraktiver
zu gestalten. Im Jahr 2005 wurde ein erster Schritt hierzu getan. Vielleicht
war das Startgeld zu hoch. Aber an dem Konzept, an einem Wochenende den
Bezirksmeister zu ermitteln, soll festgehalten werden. Die Steigerung der
Teilnehmerzahlen ist die größte Herausforderung hierbei.
2. Ähnliches gilt für die Schnellschach-EM. Da das
Schnellschach-Turnier ohnehin an einem Tag beendet ist, bedarf es hier allerdings
keines neuen Konzeptes. Vielleicht muss man die Attraktivität des Turniers
anderweitig steigern. Möglicherweise interessantere Preise!?
3. Die Turnierordnung des SBOO ist zu steif. Dem Turnierleiter muss
Gestaltungsspielraum zur Verfügung gestellt werden. Eine Ordnung, bei
der explizit vorgeschrieben ist, dass ein Blitzturnier als Rundenturnier
auszutragen ist oder die Bedenkzeit bei der Schnellschach-EM unbedingt eine
konkret festgelegte Bedenkzeit zu betragen hat, ist nicht uptodate. Hier
muss der Turnierleiter gemäß der aktuellen Erfordernisse variieren
können.
Fazit:
Zuerst bürokratische Hürden abbauen, soweit es geht. Dann die
Öffentlichkeitsarbeit intensivieren. Ohne diese läuft gar nichts.
Dann klappt es hoffentlich auch mit steigenden Teilnehmerzahlen!
Wilhelmshaven, im Februar 2006
Klaus
Schumacher
Wertungsreferat |
|
Bericht des Wertungsreferenten
![]() |
Im Berichtszeitraum (16.06.05 - 07.03.06) konnte die zu meiner
Amtsübernahme vor zwei Jahren gesteckte Zielvorgabe der kontinuierlichen
und zeitnahen DWZ-Auswertung im Bereich des Schachbezirks Oldenburg-Ostfriesland
(SBOO) auch weiterhin ohne nennenswerte Probleme erfüllt werden. Zu verdanken ist dies insbesondere der guten Zusammenarbeit mit den Turnier- bzw. Staffelleitern auf Vereins-, Unterbezirks- und Bezirksebene, die sehr zügig nach Turnierende die notwendigen Daten zur Erfassung der Auswertungen zur Verfügung stellen konnten. Sie haben mittlerweile auch keine andere Wahl mehr, da ich wie angekündigt seit dem 01.01.2006 die Auswertung von zu spät eingereichten Turnieren konsequent ablehne. "Zu spät", und darauf sei an dieser Stelle noch einmal explizit hingewiesen, heißt in diesem Zusammenhang "später als 6 Wochen nach Ende der letzen Runde" (siehe dazu auch in der DWZ-Wertungsordnung unter Ziffer 6.3 Auswertungsfristen: http://www.schachbund.de/dwz/wo/6-3.html). |
Die Turnieraktivitäten der Vereine des Bezirks 705 scheinen mir im Jahr 2005 ein gewisses Sättigungsplateau erreicht zu haben: Gegenüber 2004 war nur noch eine leichte Steigerung von 70 auf 72 DWZ-Auswertungen zu verzeichnen. Die Spitzenposition im "Spielfreude"-Ranking der niedersächsischen Bezirke (s. Grafik) bleibt zwar weiterhin ungefährdet. Jedoch würde es mich freuen, wenn im Jubiläumsjahr 2006 vielleicht sogar die Hürde von 80 DWZ-Auswertungen genommen werden könnte. Also: Spielt, spielt, spielt ... !

Erfreulicherweise konnte dabei im Jahr 2005 der Unterbezirk Südoldenburg
aufschließen zu Wilhelmshaven-Friesland und Ammerland-Oldenburg-Wesermarsch
was die Summe der DWZ-Auswertungen betrifft. Zieht man jedoch noch die Anzahl
der Vereine in den Unterbezirken ins Kalkül, so muss auch dieses Jahr
wieder die rote Laterne nach Südoldenburg vergeben werden. Weiterhin
als die niedersächsische Auswertungs-Hochburg schlechthin darf man den
Unterbezirk Ostfriesland bezeichnen. Nur ein kleiner Vergleich: Mit insgesamt
20 DWZ-Auswertungen liefern sich die ostfriesischen Vereine ein
Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem gesamten Bezirk 4 !!!
Wie ich immer wieder in diesem Zusammenhang feststellen musste ist die
Mindestbedenkzeit, die für eine DWZ-Auswertung notwendig ist, leider
noch nicht zu allen Vereinen im SBOO vorgedrungen. Seit geraumer Zeit bedarf
es nämlich hierfür nur noch einer Gesamtbedenkzeit von mindestens
90 Minuten pro Spieler (siehe: http://www.schachbund.de/dwz/wo/6-2.html unter
Ziffer 6.2.2 Bedenkzeiten). Das Argument, die zur Verfügung stehende
Zeit am Vereinsabend sei zu knapp bemessen, um ein auswertbares Turnier
durchzuführen, dürfte daher in den allermeisten Fällen kaum
haltbar sein.
Die im Jahr 2005 und bisher im Jahr 2006 bereits beendeten und von mir
ausgewerteten Turniere sind im Anhang aufgelistet. Nähere Informationen
zu den DWZ-Auswertungen lassen sich über das Turnierarchiv der
DWZ-online-Datenbank abrufen: Hierzu ist einfach in der URL
http://www.schachbund.de/dwz/turniere/2005.html?code=xxxx-xxx-xxx der
"xxxx-xxx-xxx"-Teil durch den im Anhang aufgeführten Turniercode zu
ersetzen. Bei den Turnieren aus dem Jahre 2006 ist in der URL "2005.html"
durch "2006.html" zu ersetzen. Also z. B.
http://www.schachbund.de/dwz/turniere/2006.html?code=A612-705-BMM für
die aller Wahrscheinlichkeit zum Kongress ausgewerteten
Mannschaftsmeisterschaften 2005/2006.
Wildeshausen, im März 2006 Jens Kahlenberg
Bericht des 2. Vorsitzenden |
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Bericht des 2. Vorsitzenden
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Mein Bericht kann kurz ausfallen, mein Auftrag war die Vorbereitung des Jubiläums. Sie hat für mich zu vielen Gesprächen und interessanten Recherchen geführt, die CD, die alle Vereine und die Ehrengäste erhalten sollen, spiegelt auch meine Freude an dieser Aufgabenstellung. Ich konnte allerdings nur schlecht damit umgehen, daß ich offensichtlich die Mehrheit der Mitglieder in der Leitung des Bezirkes, der Unterbezirke und der Vereine mit Erwartungen überfordert habe. Das Echo auf Anfragen war deprimierend gering. Wenn nicht Wolfgang Berger mich mit vielen Texten und Anregungen begleitet hätte, hätte ich wohl aufgegeben, obwohl Ralf Heyen zu jeder Mitarbeit bereit war und ist und auch Olaf Spittel ein guter Begleiter meiner Ratlosigkeiten war. Vielleicht habe ich den Bedarf nach Aufarbeitung unserer Verbandsgeschichte überschätzt. Hier kam wohl bei Wolfgang Berger und mir der Gedanke zum Zuge, daß wir beide die Geschichte selbst miterlebt und auch in Teilen mitgestaltet haben. |
Emden, im März 2005 Hermann Züchner
Bericht des Kassenwartes |
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Bericht Kassenwartes
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Der Kassenbestand zum 31.12.2005 war 3.056,79 €. Darin enthalten sind Verbindlichkeiten (zu viel gezahlte Beiträge) in Höhe von 992,04 €. Bereinigt um die Auflösung der Vorjahresverbindlichkeiten ergibt sich ein Gewinn von 507,16 €. Hierin ist weiterhin eine zweckbezo-gene Spende (Jubiläum) von 88,95 € enthalten. Somit ergibt sich ein Gewinn von 418,21 €. Betrachtet man die einzelnen Haushaltsposten, so lässt sich erkennen, dass sich dieser Gewinn fast aus- schließlich durch die Herrenturniere ergibt. Für den Herrenspielbetrieb waren Ausgaben in Höhe von 60,00 € geplant. Statt dessen wurden Einnahmen in Höhe von 268,98 € erzielt. Diese Einnahmen ergeben sich dadurch, dass mehr Startgelder eingenommen wurden als Ausgaben entstanden. Weiterhin sind die Ausgaben generell geringer ausgefallen als geplant. Da die Homepage kostenlos durch Herrn Spittel bereitgestellt wurde, konnte auf Ausgaben in diesem Bereich verzichtet werden. Da wir aber diesen Posten wieder besetzen wollen, entstehen ab 2006 hier wieder Kosten (Server, Teilnahme an Sitzungen, Kommunikation). |
Gleiches kann auch für den Bereich Mädchenschach gesagt werden.
Der Vorstand hat sich für die Einführung eines Bezirkskaders
ausgesprochen. Der Kongress 2004 in Oldenburg hat hierfür bereits seine
grundsätzliche Zustimmung signalisiert. Hierfür sollen ab 2006
500,00 € zur Verfügung stehen. Näheres steht im Bericht des
Jugendwartes.
In 2005 hat der Vorstand eine Richtlinie zur Förderung sozial schwacher
Mitglieder beschlossen.
Insgesamt stellt sich die finanzielle Lage als kritisch da. Insbesondere
ist die Zahlung an den NSV nicht termingerecht sichergestellt. Dieses liegt
auch daran, dass sich viele Vereine nicht an die Zahlungstermine des SBOO
halten. Während ich bei der Endabrechnung für 2005 davon ausgegangen
war, dass hier einfach die Kommunikation zwischen mir und den Vereinen nicht
geklappt hat, setzt sich der Trend im Abschlag 2006 fort. Trotz zweimaliger
Veröffentlichung in der Rochade, sind noch gut 4.500 € an Zahlungen
offen. So stehen dem SBOO mo-mentan lediglich 5000 € an Kapital für
Ausgaben von weit mehr als 7000 € zum 2. April 2006 zur Verfügung.
Dabei ist auch kritisch anzumerken, dass mit der LEM die größte
Ausgaben-position für den SBOO bereits im ersten Halbjahr liegt. Somit
hat der SBOO weniger ein Problem, dass seine Einnahmen zu niedrig sind, als
dass seine Rücklage zu gering ist. Auch stellt sich mir als Kassenwart
die Frage, ob wir nicht zu lasch auf verspätete Zahlungen seitens der
Vereine reagieren. Nach Beschluss des letzten Kongresse folgt erst einmal
eine kostenfreie Mahnung mit einem Zahlungsziel von 1 Monat und danach eine
Mahnung mit einer Gebühr von 5 € und wieder einem Zahlungsziel
von 1 Monat. Wenn man noch davon ausgeht, dass der Kassenwart nicht sofort
nach dem Zahlungsziel mahnt, "kostet" eine dreimonatige Verspätung
gerade mal 5,00 € aber viel Arbeit für den Kassenwart des SBOO.
Ich sehe mich hier auch nicht in der Verantwortung als Kassenwart einzelne
kritische Vereine permanent anzumahnen. Da ich aber bereits 2005 einen Antrag
auf höhere Mahngebühren die Versammlung gestellt habe, verzichte
ich hier auf einen weiteren Antrag. Ich bitte aber die Vereine darüber
nachzudenken, wie in Zukunft eine schnelle und weniger arbeitsintensive
Abwicklung des Beitragseinzuges möglich ist. Der Vorstand sieht sich
in der Verantwortung für die Betreuung der Jugendlichen auf der
Bezirksmeisterschaft. Diesem wurde auch auf dem Kongress in Oldenburg zugestimmt.
Bisher haben einzelne Unterbezirke und Vereine Betreuer gestellt und die
Betreuung der anderen Jugendlichen mit übernommen. Ab 2006 soll der
Bezirk nun die Stellung der Betreuer selber übernehmen. Somit enthält
der Etatvorschlag eine Erhöhung des Zuschusses.
Bei der LEM haben wir inzwischen Teilnehmerzahlen von ca. 20 Personen. Daher
möchte der Vorstand einen weiteren Trainer zur Verfügung stellen.
Auch hier enthält der Bericht des Jugendwartes Näheres.
Um die Mehrausgaben zu finanzieren und trotzdem noch die Rücklage wieder
aufzubauen, beantragt der geschäftsführende Vorstand eine
Beitragserhöhung ab dem 1.1.2007.
Ich werde nicht an dem Kongress 2006 teilnehmen können, da ich als
Vereinsjugendwart den Start unserer Schachfreizeit am gleichen Tag leite
und dort leider unabkömmlich bin. Da ich zur Zeit mein zweites Staatsexamen
mache, stehe ich nur sehr begrenzt für den SBOO zur Verfügung.
Ich habe daher dem Vorstand vorgeschlagen, einen neuen Kassenwart zu
wählen. Da wir aber keinen geeigneten Kandidaten gefunden haben, haben
wir uns auf folgende Regelung verständigt: Bis zum Ende der Sommerferien
2006 werde ich die Kasse weiter alleine führen. Ab dem Ende der Sommerferien
wird Klaus Schumacher mich vertreten. Ab dem Ende meiner Prüfungen im
April 2007 werde ich wieder die Kasse alleine führen.
Bericht des Jugendwartes |
|
Bericht des Jugendwartes (gekürzt)
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1.1. Die Jugendmannschaftsmeisterschaft 2005/2006 findet derzeit
unter der Staffelleitung von Ralf Wessel statt. Es spielen 4 Mannschaften
ein doppelrundiges Rundenturnier. Erschreckend sind in diesem Jahr die geringe Teilnehmerzahlen und das fehlende Interesse bei den Vereinen. Zum einen gibt es in dieser Saison erstmal Konkurrenz aus den Unterbezirken, zum anderen spürt man die desolate Lage im Jugendbereich unseres Schachbezirks. Man sollte sich dringend um eine Verbesserung des Spielbetriebs bemühen. Nur was ist von den Vereinen gewünscht? Ich bitte daher um Meinungen und Vorschläge von den einzelnen Vereinen. Mein Vorschlag wäre, die Qualifikation evtl. auf ein Wochenende zu legen, um diese zeitlich zu straffen. Man sollte auch bedenken, dass diese Meisterschaft ein Qualifikationsturnier für die übergeordneten Klassen darstellt. Unser Bezirk wird momentan nur durch Brake, Oldenburg und Wilhelmshaven auf NSJ-Ebene vertreten. Hier müssen uns dringend darum Bemühen weitere Vereine an die Landesebene heranzuführen und so neue Leistungsträger aufbauen. |
1.2. SBOO-Jugendeinzelmeisterschaft 2005 in Verden
Die Bezirksjugendeinzelmeisterschaften 2005 fanden vom 19. bis 23. Oktober
in der Jugend-herberge Verden (Aller) statt. Mit 60 Teilnehmern aus über
9 Vereinen war dieses ein großer Erfolg für die Jugendarbeit unseres
Bezirkes. Doch leider setzt sich der Abwärtstrend im Be-reich der
teilnehmenden Vereine weiter fort. In diesem und im letzten Jahr gab es ein
deutli-ches Minus an Teilnehmern und vor allen Vereinen. Wir müssen
daran arbeiten, dass mehr Vereine an den Bezirksturnieren teilnehmen. Viele
Vereine nehmen auch mit dem Argument nicht teil, dass ihre Jugendlichen nicht
stark genug sind. Aber gerade dadurch, dass sie nicht mitspielen,
vergrößert sich der Spielstärkenunterschied nur. Daher wollen
wir in Zukunft ver-suchen, talentierte Jugendliche aus dem SBOO in einem
Kadertraining zu fördern.
Die Meisterschaft verlief harmonisch und ohne Protestfälle. Was zum
einen an den engagierten Betreuern (Ralf Heyen, Manfred Kohlhoff, René
Martens) lag, bei denen ich mich recht herzlich bedanken möchte, aber
auch an den Spielern die sehr fair spielten. Da der Bezirk sich auch für
die schachliche Förderung der Jugendlichen zuständig fühlt,
konnte jeder Spieler seine Partien beim Großmeister Dr. Karsten
Müller analysieren. In diesen Analysen wurden natürlich die Partien
besprochen und den Spielern die mögliche Tiefe ihrer Partien aufgezeigt,
die die meisten noch nicht erfahren haben. Ein weiterer Bestandteil der Analyse
sollte es sein, Schwächen und Stärken der Spieler herauszufinden,
um danach Trainingsziele beziehungsweise Trainingsgebiete für das
Vereinstraining oder das persönliche Training zu bestimmen. Von diesem
Angebot wurde auch reichlich Gebrauch gemacht, so dass ich es für einen
sehr wichtigen Bestandteil dieser Meisterschaft halte.
Das Rahmenprogramm war vielseitig und ausfüllend, so wurde unter anderem
ein Blitztur-nier, ein Tandemturnier sowie Schachtraining mit GM Karsten
Müller veranstaltet, wo sogar die Betreuer ganz schön ins Schwitzen
gekommen sind. Außerdem gab es die Möglichkeit zu einem
Schachballturnier oder Schwimmen im Erlebnisbad als sportlicher Ausgleich.
Die Mei-sterschaft war wieder einmal spannend, denn es gab in keiner Altersklasse
einen wirklichen Favoriten.
In der U12 wurde mit 13 Teilnehmern ein siebenrundiges CH-Systemturnier gespielt. Hier dominierte der WSF das Feld. Platz 1-6 ging an den WSF, also eher ein Vereinskampf um den Titel. Für den SBOO ist dieses Entwicklung sehr kritisch, da in dieser Altersklasse anscheinend kaum andere Vereine aktiv sind. Allerdings sind gerade die u12er die zukünftigen u18er.
In der U14 gab es ein Kopf -an- Kopf-Rennen zwischen den beiden Oldenburgern Ian Hilgendorf und Florian, wonach sich Ian mit der besseren Wertung durchsetzen konnte.
In der U16 lieferten sich Finn Hilgendorff und Albert Rohtein Kopf an Kopf Rennen. Finn verlor überraschen gegen Albert, jedoch verlor dieser in den darauf folgenden Runden. Jonas und Albert waren nachher punktgleich, so dass sie ein Stechkampf um die Qualifikation austragen mussten. Diesen konnte Jonas für sich entscheiden. Doch leider hat es diese nicht geschafft, den Meldebogen abzuschicken, daher hat Albert den Platz doch noch bekommen.
Ein sehr spannendes Turnier in der U18. Das merkt man schon alleine
an den geringen Punkteunterschieden in der Spitze.
1. Müer,Sebastian 10S1 3W0 16S1 4W½ 8S1 5S1 7W1
5.5 27.5 184.5
2. Lubbe,Alexander 13W½ 11S0 17W1 15S1 5W1 6S1 3S1 5.5
24.5 179.5
3. Kohlmann,Arndt 11W1 1S1 5W½ 7S1 6W1 4S½ 2W0
5.0 31.0 191.0
4. Wolters,Marcus 15W1 5S0 11W1 1S½ 12W1 3W½ 8S1
5.0 27.0 189.5
In der U8/U10 setzte sich unser Landesmeister souverän gegen
seine Mitstreiter durch.
1. Duchow Julien 9W1 11S1 2W1 3W1 5S1 4S1 8W1
7.0 28.5 193.0
2. Heyne, Lukas 16S1 5W½ 1S0 8W1 10S1 6W1 3S1
5.5 26.0 195.0
1.4. Jugendmeisterschaft für Vierermannschaften
Diese finden am 18. März statt. Die Ergebnisse werden auf dem Kongress
nachgereicht und auch in der Rochade vor ab veröffentlicht.
2. NSJ Turniere
2.1. Landesmeisterschaft der NSJ in Rotenburg (Wümme)
Bei den U10- bis U18-Landesmeisterschaften Ostern 2005 in Rotenburg an der
Wümme gab es wieder eine Beteiligung aus unserem Bezirk.
U10:
Immo Hellwig (WSF)mit 7 aus 11
6.Platz
Tim Hartogh (Vechta) mit 7 aus 11 7.Platz
Kay Watty (WSF) 6,5/11
9.Platz
Kai Heermann (WSF) 6/11
10.Platz
Florian Neumann (WSF) 5/11 24.
Platz
Ein erfreuliches Ergebnis aus Bezirkssicht. Alle Spieler haben sich gut
positioniert. Erschreckend ist die geringe Anzahl von Vereinen, die über
gute Nachwuchsspieler verfügen. 2 Vereine aus unserem Bezirk bei der
offenen LEM U10 ist einfach viel zu wenig. Hier muss deutlich mehr getan
werden. Erfreulich ist, dass dieses Jahr Wildeshausen ebenfalls daran teilnehmen
wird.
U12:
Ian Hilgendorff (SK Union) 5,5/9
4.Platz
Nicolas Kallusy (WSF) 4,5/9
7.Platz
Jakob Spiegelberg (WSF) 4,5/9
9.Platz
Auch hier das erfreuliche, das alle Spieler im oberen Bereich liegen. Dennoch
merkt man deutlich, dass es uns hier an der Spitze fehlt. Wir stehen momentan
im oberen Mittelfeld, also besteht noch ein großes Ausbaupotential,
dass hoffentlich auch von den Vereinen genutzt wird.
U14:
Finn Hilgendorff (SK Union) 5/9 11.
Platz
Germaine Kickert (SK Jever) 4,5/9 15.Platz
Robin Linten (Diepholz)
22.Platz
mit den Leistungen von Finn und Germaine kann man zufrieden sein. Germaine
hat sich bei den Mädchen für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert
und auch Finn hat mit einem DWZ plus von 100 Pkt. spielerisches Können
gezeigt. Mit Robin ist es leider nicht so gut gelaufen. Ich fand es aber
toll, dass er sich der Herausforderung gestellt hat. Ich denke durch ein
früheres Heranführen an die Meisterschaften von den Vereinen kann
nur dienlich sein.
U16:
Alexander Lubbe (WSF) 5,5/9 3.Platz
Jakob Konrad (WSF) 5/9
11.Platz
Jonas Afken (Bad Zwischenahn) 2,5/9 22. Platz
ein tolles Ergebnis von Alexander Lubbe. Auch Jakob Konrad hat nicht schlecht
abgeschnitten, doch wäre das ein oder andere Pünktchen mehr drin
gewesen. Jakob war im Vorjahr Vizemeister, daher hat er nicht gut abgeschnitten!
Bei Jonas merkt man einfach die Unerfahrenheit aber auch die wenige
Turnierteilnahmen im letzten Jahr.
U18:
Arndt Kohlmann (SK Brake) 5/9 7.Platz
Rene Wolters (SV Esens) 3,5/9 18.Platz
Ein schönes Turnier für Arndt. In den ersten Runden führte
er überraschend das Turnier über mehrere Runden an. Doch leider
kam er zum Schluss ins Straucheln und belegte einen guten 7. Platz. Mit den
Leistungen von Rene kann man auch zufrieden sein, 3,5 Punkte bei einem sehr
stark besetzten Turnier sind in Ordnung. Auch hier merkt man den eklatanten Nach-wuchsmangel in unserem Bezirk.
U18w:
Madeline Cassens (Brake) 5,5/9 6.Platz
Sarah Schermann (Brake) 5/9 10.Platz
Melanie Allmers (Brake) 4,5/9 13.Platz
Monika Allmers (Brake) 4,5/9 14.Platz
Inga Bussas (Brake) 4/9
16.Platz
Ein ausgezeichnetes Ergebnis von Madeline. Ich denke; hier betreibt der SK
Brake eine gute Arbeit. Doch leider ist die Mädchenarbeit in unserem
Bezirk nicht sehr verbreitet. In den anderen w-Altersklassen stellt der Bezirk
keine Spielerinnen. Ich denke hier herrscht noch ein großes
Nachholpotenzial.
Schnellschach
U8:
Julien Duchow (Wildeshausen) 5,5/7 1.Platz
Maurice Finke (Oldenburg) 5/7
6.Platz
Spartak Grigorian (Wildeshausen) 4/9 12.Platz
Beste Leistung. Tolle Nachwuchsarbeit aus Wildeshausen!!! Doch wo bleiben
die anderen Vereine.
U9:
Florian Neumann (WSF) 4/9
5.Platz
Immo Hellwig (WSF) 4/9
8.Platz
Gutes Abschneiden aber auch hier: Wo bleiben die anderen Vereine?
U10:
Kai Heermann (WSF)
5.Platz
Tim Hartogh (Vechta)
6.Platz
Kay Watty (WSF)
8.Platz
Paul Strahl (WSF)
9.Platz
Auch hier ein gutes Abschneiden.
Allgemein kann man sagen, wir sind in den unteren Altersklassen gut im Rennen, doch leider nur bei wenigen Vereinen.
LMM U12:
Wilhelmshavener SF
6.Platz
Sk Union Oldenburg
7. Platz
Von 8 Mannschaften. Kein sehr gutes Abschneiden aus der Sicht unseres Bezirkes.
LMM U14:
Sk Union Oldenburg
4.Platz
Ein Platz im Mittelfeld
LMM U16:
Wilhelmshavener SF
1.Platz
Sehr gutes Ergebnis, aber angesichts der Stärke der Wilhelmshavener
Mannschaft auch nicht überraschend.
Zum Bezirkskader: Ich denke, dass unser Bezirk unbedingt einen Kader einführen sollte. Dies ist besonders für kleinere Vereine wichtig. Die Jugendlichen erhalten von qualifizierten Trainern Methoden und Möglichkeiten, um sich weiter schachlich zu entwickeln. Ausserdem könnte man als Bezirk mit Jugendlichen zu Turnieren fahren, an denen sie sonst nie teilnehmen würden.
Eckpunkte für die neue Saison:
· Es soll wieder in der SBOO-Jugendliga gespielt werden, wenn sich
genügend Mannschaften finden lassen. Ich hoffe, dass die Turnierleitung
für diese Meisterschaft wieder in den bewährten Händen von
Ralf Wessel liegt.
· Die Bezirkseinzelmeisterschaften sollen vom 20.10.06 bis zum 24.10.06
wieder in der Jugendherberge Verden durchgeführt werden. Gleichzeitig
soll auch wieder eine Schachfreizeit/Trainingsturnier/Mädchenturnier
angeboten werden.
· Einführung eines Jugendkaders! und dessen Besetzung
· Für die Meisterschaften (4-er Mannschaft, Blitz, Schnellschach,
Jugendbezirksmeisterschaft) des Bezirkes sucht der Bezirk noch Ausrichter.
Ich bitte daher in den Vereinen abzuklären wer dazu bereit wäre.
Meine Teilnahme an folgenden Sitzungen für den Bezirk:
· Jahreshauptversammlung der NSJ in Verden (Aller), dort wurde beschlossen,
dass die Vereine mehr Macht auf dem Kongress erhalten sollten. Dies ist besonders
für unseren kleinen Bezirk interessant da wir gegen die "Großen"
keine Durchsetzungskraft hatten. Ich empfehle daher allen Vereinen zur
nächsten Versammlung auch einmal vorbeizuschauen, zum Beispiel mit
dem Jugendsprecher eines Vereins. Zum einen lernen die Vereine dort die
Organisation und können vielleicht auch den einen oder anderen Vorbehalt
abbauen. Des Weiteren möchte ich auch auf das Weiterbildungsprogramm
der NSJ hinweisen. Informationen gibt es bei mir oder in der Rochade
(Turnierleiter- Juleica- Schulschachpatent-Ausbildung).
· Jahreshauptversammlung der DSJ in Verden (Aller), dort wurden neue
Innovationen und die aktuellen Projekte der DSJ vorgetragen. Auch wäre
es hier auch schön gewesen den einen oder anderen Bezirkler anzutreffen.
Da ja der Kongress zeitgleich mit unserem Trainingscamp vom Verein liegt,
werde ich wohl nicht die ganze Zeit am Kongress teilnehmen. Ich werde jedoch
versuchen einen Teil anwesend zu sein. Für Fragen und Anregungen stehe
ich aber jederzeit zur Verfügung.
Maximilian Dietrich
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- Geschrieben von: Thomas Schwietert
- Kategorie: OHNE
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| Wolfgang Berger: Die Funktionsträger der Schachorganisation |
| ![]() |
| Funktion | 02 .04.56 WHV |
21. 04. 1957 Emden |
29.03.59 Brake |
17.04.60 Jever |
22.04.62 WHV |
14.04.63 Cloppenburg |
29.0364 Oldenburg |
| 1. Vorsitzender | Ekkehart Pfannenstiel | E.Pf. | Dr. Walter Wolffram | W.W. | W.W. | W.W. | W.W. |
| Schriftführer | Ekkehart Pfannenstiel | Dr. Walter Wolffram | Max Nürnberger | Karl Ahrends | Dr. Rolf Rickhey | Alfred Lenz | |
| Kassenwart | Max Nürnberger | M.N. | M.N. | M.N. | Wolfgang Berger | W.B. | Max Nürnberger |
| Turnierleiter | Anton Eilers | A.E. | A.E. | A.E. | A.E. | A.E. | A.E. |
| Jugendwart | Albert Florensky | Anton Eilers | Ekkehart Pfannenstiel | E.Pf. | Dr. Rolf Rickhey | Ekkehart Pfannenstiel | E.Pf. |
| Pressewart | Bertus Liebetrau | B.T. | B.T. | B.T. | Dr. Rolf Rickhey | R.R. | R.R |
| Funktion | 18.04.65 Nordenham |
10.04.66 WHV |
26.03.67 WHV |
07.04.68 Oldenburg |
07.04.68 Oldenburg |
31.05.70 Rastede |
11.04.71 Jever |
| 1. Vorsitzender | W.W. | W.W. | W.W. | Heinz Seegebrecht | H.S. | H.S. | H.S. |
| Schriftführer | Heinz Seegebrecht | H.S. | H.S. | H.S. | H.-G. Appelstiel | H-A. | Rittweger |
| Kassenwart | Wolfgang Berger | W.B. | Dr. Walter Wolffram | Volker Ingmann | V.I. | Hans von Dehn | H.v.D. |
| Turnierleiter | A.E. | A.E. | Horst von Minden | H.v.M. | A. Gudat | H.-G. Appelstiel | H.-W. Hippler |
| Jugendwart | E.Pf. | E.Pf. | Walter Rehe | Heino Detken | --- | --- | ----- |
| Pressewart | Heinz Seegebrecht | Ekkehart Pfannenstiel | E.Pf. | Heino Detken | Ekkehart Pfannenstiel | Wilhelm Brandt | Prang |
| Funktion | 21.11.71 ( ao. ) Rastede |
07.04.74 Oldenburg |
11.04.76 Lohne |
08.04.77 WHV |
19.03.78 OL |
16.07.78 OL |
28.10.79 Leer |
26.10.80 OL |
| 1. Vorsitzender | Heino Detken | H.D. | H.D. | Benno Dräger | B.D. | B.D. | B.D. | B.D. |
| Schriftführer | Ulrich Meyer | Wilhelm Brandt | H. Klingenberg | H.K. | H.K. | H.K. | H.K. | H.K. |
| Kassenwart | H.v.D. | H.v.D. | H.v.D. | H.v.D. | Ulrich Meyer | U.M. | U.M. | Wolfgang Berger |
| Turnierleiter | Horst von Minden | Herbert Janssen | H.J. | H.J. | H.J. | H.J. | H.J. | H.J. |
| Jugendwart | ------- | Heinz Evers | H.E. | H.E. | Oskar Flegel | O.F. | H.-J. Koronowski | H-J.K. |
| Pressewart | Wilhelm Brandt | W.Br. | W.Br. | W.Br. | Wolfgang Berger | H. Klingenberg | H.K. | Uwe Franzisky |
| Funktion | 11.10.81 Esens |
21.03.82 WHV |
08.04.84 Rhauder fehn |
28.10.84 Leer |
27.10.85 WHV |
02.10.88 Esens |
28.10.90 Emden |
05.05.91 Gande rkesee |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. Vorsitzender | B.D. | B.D. | B.D. | B.D. | B.D. | B.D. | Hermann Züchner | H.Z,. |
| Schriftführer | H.K. | Uwe Franzisky | U.F. | U.F. | Horst Hinkel | Hermann Züchner | Rainer Weber | R.W. |
| Kassenwart | W.B. | W.B. | W.B. | W.B. | W.B. | W.B. | W.B. | Horst Hinkel |
| Turnierleiter | H.J. | H.J. | H.J. | H.J. | Herta Klingenberg | H.K. | H.K | H.K |
| Jugendwart | Herta Klingenberg | H.K. | Herbert Wolf | H. Züchner | H.Z. | Andreas Klingenberg | Günter Müller | G.M. |
| Pressewart | Karsten Kraus | Thomas Fromm |
| Funktion | 13.10.91 Wildeshsn |
04.10.92 WHV |
1993- 1996 gleicher Vorstand |
15.06.1997 Wildeshsn |
16.04.00 Rastede |
27.04.03 Wildeshsn |
16.05.04 Oldenburg |
26.06.05 Emden |
| 1. Vorsitzender | H.Z. | H.Z. | H.Z. | Wolfgang Berger | W.B. | W.B. | H. Züchner | Ralf Heyen |
| 2. Vorsitzender | Dieter Gauger | D.G. | D.G. | D.G. | Hans-D. Bürger | M. Coners | Ralf Heyen | Hermann Züchner |
| Schriftführer | Hans-D. Bürger | H.B. | H.B. | H.B. | H.B. | M. Coners | Ralf Heyen | Hermann Züchner |
| Kassenwart | Ulrich Meyer | U.M. | U.M. | K. Schumacher | K.S. | K.S. | Rene Martens | R.M. |
| Turnierleiter | Rainer Weber | R.W. | R.W. | R.W. | R.W. | R.W. | Kl. Schumacher | K.S. |
| Jugendwart | Ulrich Müller-Kr. | Uwe Ströcker | U.S. | Hermann Züchner | H.Z. | Maxi Dietrich | M.D. | M.D. |
| Lehrwart | Dr. H. Lange | H.L. | H.L. | H.L. | H.L. | H. Züchner | Harry Klose | H.KL. |
| Frauenwart | Ina Krix | I.K. |
- Details
- Geschrieben von: Thomas Schwietert
- Kategorie: OHNE
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Im Niedersächsischen Schachverband
1979 wurde der Schachbezirk Oldenburg/Ostfriesland (SBOO) einer der 6 Bezirke im Niedersächsischen Schachverband (NSV). Die Verbindung zum Bremer Schachbund wurde beendet. Unser Bezirk hatte so eine neue Verbindung über Hannover zum Deutschen Schachbund (DSB) erhalten. Sie schuf die Voraussetzung, daß auch in unserem Bereich später Schach als Sport anerkannt werden sollte. Zunächst war die Verbindung zum NSV nicht sehr stark, es gab dort erprobte Zusammenarbeit der Bezirke I bis IV, unser Bezirk war zunächst nur durch den Vorsitzenden im erweiterten Vorstand des NSV vertreten. Die meisten Referenten des NSV, die mit dem Präsidium den Vorstand des NSV bilden, hatten ihre Aufgaben schon vor unserem Beitritt lange wahrgenommen.
Aus unserem Bezirk wurden dann als erster Wolfgang Berger 1981 zum
Schatzmeister des NSV gewählt, er behielt dieses Amt bis 1987. In dieser
Zeit stellte aber allein der Schachklub Lehrte drei Referenten. Heute sind
wir zu zweit als Referenten im Vorstand des NSV vertreten: Klaus Schumacher
ist Referent für Datenverwaltung und ich bin für das Referat
"Breitenschach" zuständig. Außerdem ist Ralf Heyen als Bezirks-
vorsitzender automatisch im erweiterten Vorstand.
Die Zusammenarbeit im NSV-Vorstand ist trotz oft großer
Interessengegensätze heute offen und oft freundschaftlich. Natürlich
hat z. B. der 1. Bezirk, der den Großraum Hannover vertritt, oft andere
Vorstellungen als die Bezirke, die in großen Flächengebieten zuhause
sind. In Hannover können die Spieler mit der Straßenbahn zu
Mannschaftskämpfen fahren, bei uns dagegen liegt z. B. zwischen Emden
und Butjadingen eine weite Autoreise. Dies zeigte sich auch in einem
Arbeitskreis, indem wir für die Neueinteilung der beiden Landesligen
des NSV uns der Frage stellten, wie für alle Mannschaften dieser Klassen
ungefähr gleiche Entfernungen zu Mannschaftskämpfen erreichbar
seien. Die jetzige Nord-Süd-Einteilung kann das nicht leisten.
Unser Problem als Mitglieder des NSV-Vorstandes liegt eher in unser Rolle in unserem eigenen Kongreß, viele Vereinsvertreter hinterfragen den Nutzen, den unsere Vereine vom NSV und von DSB haben. Schließlich geht ein Teil unserer Beitragseinnahmen an diese beiden Stellen, ohne daß sofort etwas davon zurückkommt. Viele Aktivitäten in der Leistungsförderung unserer Spitzenspieler berühren die ländlichen Vereine nicht. Und eine Beitragserhöhung im NSV und DSB wird automatisch den Vereinen auferlegt. Und Sonderkonditionen, wie wir sie bei der Aufnahme in den NSV 1979 erhalten haben, gibt es schon lange nicht mehr.
Unser Jugendabteilung gehört zu der Niedersächsischen Schachjugend
(NSJ), einer Abteilung des NSV. Sie hat ihren eigenen Vorstand, zu ihm
gehört Rene Martens als Finanzreferent. Auch hier gibt es finanzielle
Fragen. Wenn Jugendliche aus unserem Bezirk zu Landesmeisterschaften fahren
wollen, ist dafür Bedingung, daß wir als entsendender Bezirk die
Betreuer auf eigene Kosten stellen, da es sonst keine Zulassung für
die Teilnehmer gibt. Leider haben wir keine Möglichkeiten, diese Kosten
an die Unterbezirke, die unsere Jugendlichen entsenden, weiterzugeben. Auch
die Abwicklung der Kosten über Teilnehmerbeiträge ist vielfach
nicht möglich, weil den anderen Bezirken ihre Jugendarbeit stärker
unterstützen und Gelder für Betreuer und Trainer gern aufbringen.
Mit einer gewissen Spannung erwarte ich die Etatberatungen während des
kommenden Osterkongresses.
Hermann
Züchner










