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2. Tagesseminar
Das Schachsportabzeichen und Fortbildung
1. Zielgruppen und Ausbildungsziele
Der Deutsche Schachbund hat das Angebot der Abnahme des Schachsportabzeichens
gemacht. Das dafür erstellte Vorbereitungsheft gibt eine Fülle
von Anregungen. Die Vorbereitung auf die Prüfung zum Schachsportabzeichen,
auch für Nichtmitglieder, kann eine gute Fortbildung im Verein sein.
Die Teilnehmer sollen befähigt werden, Vorbereitungskurse zu halten
und evtl. die Prüfung abzunehmen. Hierzu können interessierte
Vereinsspieler und Jugendleiter zusätzlich zum Tagesseminar eingeladen
werden.
Das Seminar eignet sich gewiß auch für die Lizenzerneuerung für
C-Trainer und Übungsleiter für Breitensport
2. Durchführung
Das Tagesseminar soll weitgehend von den Teilnehmern gestaltet werden,
die zu den einzelnen Themen des Heftes Kurzreferate und Übungen
durchführen sollen. Das Turniersimultanspiel wird vorgestellt,
möglicherweise kann auch die Prüfung durchgeführt werden.
3. Unterrichtsthemen
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Anfängertraining
1. Zielgruppe und Ausbildungsziele
Die Teilnehmer an der Ausbildung sollen in die Lage versetzt werden, in den
Vereinen und Schulschachgruppen Kinder und Jugendliche schachlich zu
fördern. Sie sollen die vorhandenen Hilfsmittel kennenlernen, um eine
Ausbildung bis etwa zur Erlangung des "Königsdiploms des DSB"
durchführen zu können.
Daneben sollen die Teilnehmer in die Lage versetzt werden, sich selbst schachlich
fortzubilden.
Zu diesem Tagesseminar können zusätzlich Pädagogen und
Jugendwarte, die keine Übungsleiterausbildung wünschen, eingeladen
werden.
2. Durchführung
Die Teilnehmer erhalten nach ihrer Anmeldung vor dem Seminar einen Unterrichtsbrief, mit dem sich die Teilnehmer in häuslicher Arbeit im Umfang von etwa 10 - 15 Unterrichtseinheiten auf das Seminar vorbereiten. An dem Sonnabend sollen mit einer kurzen Mittagspause ca. 10 Unterrichtseinheiten durchgeführt werden.
3. Unterrichtsthemen
Erarbeitet werden soll eine Anfängerausbilung und der Umgang mit
Hilfsmittel, z. B.: Der Weg zum Königsdiplom (Kinder- und Jugendschach),
der Schweizer Schachlehrgang und die Kurse von Hauschild.
Anhand von Schachaufgaben sollen Endspiele im Rahmen der Anfängerausbildung
behandelt werden.
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- Geschrieben von: Thomas Schwietert
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Hermann Züchner:
1999 legte ich als Referent für Breitensport einen Konzeptionsentwurf zur Beratung in den Gremien des NSV und des SBOO vor. Er beruhte auf den Themen, die eine Gruppe im SBOO-Vorstand 1995 erarbeitet hatten und die ich ich in einigen Seminaren auf NSV-Ebene erprobt hatte. Neu war an diesem Entwurf die Aufteilung des Stoffes auf 6 Tagesseminare.
| Seminar II | Seminar III | Seminar IV | Seminar V | Seminar VI |
Die Ausbildung von Übungsleitern 1999/2000
Die Situation im NSV
Der Niedersächsische Schachverband ist ein Verband mit großer Flächenausdehnung, zwischen den Mitgliedsbezirken liegen große Entfernungen.
Im Zeitalter knapp werdender Mittel ließ sich die Zahl von drei Wochenendseminaren in einer Sportschule nicht mehr halten, 1997/98 und 1998/99 wurden deshalb nur noch zwei Wochenendseminare durchgeführt. Da dies für eine Erarbeitung des umfangreichen Stoffes auch mit Einsatz von Unterrichtsbriefen nicht als ausreichend einzuschätzen war, wurden zwei Tagesseminare in Lehrte hinzugefügt.
Wenn diese Ausbildungsform für die neue Saison auch nicht mehr zu sichern ist, kann folgendes Konzept, das im Schachbezirk V von dem Unterzeichneten in einem Probelauf erprobt wurde, auch für andere Schachbezirke im NSV erwogen werden.
Die Konzeption der Ausbildung
Die Ausbildung zum Übungsleiter wird in sechs Tagesseminare durchgeführt, die aus Kostengründen in den Bezirken des NSV heimatnah für die Teilnehmer angeboten werden. Folgende Schwerpunkte sind vorgesehen:
1.Tagesseminar: Anfängertraining
2.Tagesseminar: Schachsportabzeichen und Fortbildung
3. Tagesseminar: Regelkunde und Mannschaftsführung
4. Tageseminar: Regelkunde und Turnierleitung im Verein und Unterbezirk
5. Tagesseminar: Öffentlichkeitsarbeit und Mitgliederbetreuung
6. Tagesseminar: Lehrproben und Organisationsfragen
Da in den Tagesseminaren III - V weitgehend die direkte Beziehung zum
Schachspielen fehlt, soll zwischen den Unterrichtseinheiten dieser Seminare
die Behandlung von Zwischenthemen aus den Bereichen Eröffnungen,
Motivaufgaben und Endspiele eingefügt werden. Die Auswahl der zu
behandelnden Themen ist u. a. dadurch begründet, daß für
die Prüfungsklausuren Grundkenntnisse in bestimmten Eröffnungen
( Spanisch, Italienisch, Russisch, Damengambit, Caro-Cann und Skandinavisch)
und in der Behandlung von ausgewählten Motiven (Doppelangriff, Fesselung,
ersticktes Matt, Abzugsangriff, Hinlenkung und Zwischenzug) vorausgesetzt
werden.
Zur Durchführung der Ausbildung
Die Tagesseminare finden jeweils an Sonnabenden in der Zeit von 9 - 17,30
Uhr statt.
Die Ausbildung wird im Baukastensystem durchgeführt. Wer aus terminlichen
Gründen eines der sechs Seminare in seiner Region nicht besuchen kann,
kann evtl. im Nachbarbezirk das gleiche Angebot wahrnehmen.
Die Tagesseminare I -V werden jeweils angeboten für zusätzliche
Teilnahme interessierter Schachfreunde.
Die dezentralen Tagesseminare sollen von vorhandenen C-Trainern der Regionen
bzw. den Lehrwarten der Bezirke geleitet werden. Sie halten sie entsprechend
der ihnen zugestellten Arbeitshilfen.
Die Lehrkräfte, die diese dezentralen Veranstaltungen zu leiten bereit
sind, können durch eine Tagesveranstaltung in den verschiedenen Regionen
des NSV in diese Aufgabe eingewiesen werden.
Die Prüfung wird zentral vom Lehrwart durchgeführt.
Einsatz von Unterrichtsbriefen und Unterrichtsmaterial
Zur Vorbereitung der einzelnen Seminareinheiten sollen den jeweiligen Teilnehmern
Unterrichtsbriefe zugesandt werden. Diese Unterrichtsbriefe beinhalten
Aufgabenstellungen, die eine Vorarbeit der Teilnehmer dokumentieren können.
Durch die Unterrichtsbriefe soll eine Zahl von Unterrichtseinheiten abgearbeitet
werden, die sonst während der Seminare hätte erbracht werden
müssen.
Außerdem erhalten die Teilnehmer während einiger Seminare
Unterrichtsblätter, die wie die Unterrichtsbriefe später von
ihnen für ihre eigene Tätigkeit verwandt werden können.
Deshalb wird den Teilnehmern empfohlen, dieses Material in einer Mappe zu
sammeln. Hinzugefügt werden können auch die Manuskripte für
die abgelegten Lehrproben.
Vorschlag für die Abrechnung der Seminare
Die Teilnehmer zahlen eine Teilnehmergebühr, Fahrtkosten werden
erstattet.
Die Referenten erhalten ein Honorar von 150,- DM pro Tag und
Reisekostenerstattung.
Nachtrag zum Thema:
Seit den letzten Monaten zeichnet sich eine Änderung der
Ausbildungswege im NSV ab. Wir haben in einer Arbeitsgruppe über die
verschiedenen Ausbildungsangebote nachgedacht. Zu der C-Trainer- und der
Übungsleiterlizenz ist die Jugendleitercard (Juleica) hinzugekommen.
Sie erhält man nach einer Ausbildung von 60 Unterrichtseinheiten, zu
ihren Themen gehören Sachgebiete, die auch in die
Übungsleiterausbildung gehören. So erarbeiten wir zur Zeit das
Modell einer Ausbildung in Modulen: Wer die Juleicaausbildung hat, erspart
sich zwei Tagesseminare in der Übungsleiterausbildung, die normalerweise
6 Seminartage und die Prüfung umfaßt. Die Übungsleiterausbildung
hat an einem Seminartag das gleiche Programm wie die C-Trainer-Ausbildung.
Wenn die Unterrichtspläne entsprechend umgeschrieben sind, werden die
Module vorgestellt und jeder kann sich dann seinen persönlichen
Ausbildungsgang zusammenstellen.
HZ
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- Geschrieben von: Thomas Schwietert
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a) Die Jugendarbeit von Professor Ernst Pfannenstiel
Die Jugendarbeit in unserer Organisation ist jahrzehntelang von der Arbeit von Professor Pfannenstiel, Oldenburg, geprägt worden. Er war ein engagierter, erfolgreicher Trainer, das zeigen die Erfolge seiner Schüler. Durch ihn wurde das Schulschach in Oldenburg/Ostfriesland so gefördert, daß unsere Region darin heute noch in Niedersachsen führend ist. Lesen Sie dazu einen von ihm verfaßten Artikel aus dem Schach-Echo vom 23. 12. 1962.
Es war 1951, als ich auf Veranlassung des Verwaltungspräsidenten von
Oldenburg und seiner Regierung zu einem Besuch aufgefordert wurde. Es ging
um das Thema SCHULSCHACH. Ein inzwischen verstorbener Schachfreund hatte
dazu die Anregung gegeben. Mir aber wurden die Fragen vorgelegt:
a) ob ich bereit sei, diese Aufgabe zu übernehmen, und
b) wie ich mir die Durchführung dächte.
Ich schaltete schnell, sagte sofort zu und legte einen Plan vor, der Zustimmung
fand. Ging es doch um eine Frage, die mir bereits oft durch den Kopf gegangen
war:
FÖRDERUNG DES JUGENDSCHACHS.
Meine Beobachtungen waren schon lange darauf gerichtet, daß die Jugend
durch das Schachspiel in besonders hohem Maße geistig und charakterlich
erfaßt und gelenkt werden könne. Ich erinnerte mich der vielen
Fälle, da ich zwei blutjunge Spieler einander gegenüber am Brett
hatte sitzen sehen, vergraben in Gedanken, jeder ganz mit sich selbst
beschäftigt. Das Auffallende - schon bei den Zehnjährigen und noch
Jüngeren - bestand für mich in der Tatsache des Alleinseins jedes
einzelnen. In der Schule oder zuhause kann immer ein Lehrer, ein Vater, eine
Mutter, Bruder oder Schwester nachhelfen, wenn es in Aufsatz, Rechenaufgabe
usw. nicht mehr weitergeht. Hier, am Schachbrett, gibt es keine Hilfe. Der
Spieler ist GANZ AUF SICH GESTELLT. Er kann und darf niemanden befragen,
mit niemandem sich beraten, seine Stellung, seine Möglichkeiten, die
zwingenden Züge von niemandem beurteilen lassen. Er ist einsam. Er hat
vor sich nichts als das Brett und den Partner. Und sich mit diesem zu messen,
ist von vornherein seine Aufgabe und sein fester Wille. Daran schon ist
erkennbar, wie erziehlich das Schachspiel ist, genau so erziehlich wie der
Klassenaufsatz und die Leichtathletik. Aber bei Klassenaufsätzen
läßt sich oft das Thema vorausahnen, in der Leichtathletik die
Anfeuerung durch die Herumstehenden einkalkulieren. Beim Schach ist man
ahnungslos, was der Gegner spielen wird, und die "Kiebitze" (die Zuschauer)
sind genauso zum Schweigen verdammt wie die Spieler. Gewiß wird ein
Schachspieler, je öfter er am Brett sitzt, sich mit den Problemen, die
auftauchen könnten (könnten!), privat oder in Beratung mit anderen
oder auch durch Bücher befassen und daraus seine Lehren ziehen. Aber
im Augenblick, da ein Kampf beginnt, kann alles anders kommen, oder ihn
verläßt die Erinnerung an frühere Erfahrungen - oder gar
erst: er hat plötzliche Einfälle, die alles vorher Durchdachte
über den Haufen werfen. Wie groß ist da oft die Verlegenheit,
und guter Rat ist teuer! Ganz aus dem Augenblick heraus muß man sich
mutterseelenallein zu helfen wissen, aus eigenen Fehlern oder solchen des
Partners etwas zurechtgrübeln - eine oft für ein junges Gehirn
und dessen Vorstellungskraft schwere und mühsame Aufgabe. Und dann,
wie gesagt, dahinter immer der eiserne Wille, der Kampfgeist, sich dem Partner
mindestens ebenbürtig, wenn nicht überlegen zu zeigen! Sich gewaltlos,
nur kraft zäher DENKARBEIT durchzusetzen, ist das Wesen der Schachpartie,
ein Erziehungsvorgang von wahrlich hohem Rang! Zugegeben, der NATUR DES JUNGEN
liegt das Schachspiel mehr als der des Mädchens: dieses Sich-Messen,
Auf-der-Lauer-Liegen, das Anschleichen, Überlisten oder Zuschlagen.
Das ist sein Feld. Und welcher Wert besteht darin, mit der Zeit zu erkennen,
daß es noch andere Arten des harten Kämpfens unter Männern
gibt als das Anrempeln, Anpöbeln oder Sich-Prügeln: das
Sich-Durchsetzen, die geistige Arbeit, das Kombinieren, das taktische Vorgehen,
das strategische Planen! Ich habe staunenswerte Erfahrungen gemacht, wie
sich diese echt männlichen Künste und Tugenden bei jungen
Schachspielern im Lauf der Jahre entwickeln. Gewiß, das Schachspiel
ist mehr Männer- als Frauensache. Aber wieviel Hartnäckigkeit im
Denken, wieviel listig-feine Art des Lavierens und Operierens läßt
sich auch bei Mädchen am Schachbrett beobachten! Bei Jungen wie
Mädchen also eine bemerkenswerte SCHULE FÜRS LEBEN, für den
Umgang mit Partnern oder Gegnern. Das darf als Erziehungsmoment nicht
übersehen werden.
Wohl der größte Wert des Schachspiels liegt für die Jugend
darin, wieviel MUT dieses Spiel erfordert. Etwas sich auszuklügeln und
es dann zu verwirklichen suchen, das Risiko, das Wagnis, der Entschluß
zu einer Entscheidung und dann das Durchstehen, das
Sich-nicht-Unterkriegen-lassen-wollen - das ist wirkliche Schulung fürs
Leben. Und da lassen sich von kleinauf Eigenschaften entwickeln, die den
jungen Menschen fürs Leben tauglich zu machen helfen. Dabei ist das
Charakteristische dieses Spiels: Zug um Zug entsteht eine neue Situation;
denn durch jeden Zug verändert sich die Lage. Hat der Partner gezogen,
ist man gezwungen, sich die Sache noch einmal ganz neu anzusehen. Denn es
gibt Züge, die völlig überraschend sind, alles völlig
verändern und alle eigenen Pläne und Vorsätze über den
Haufen werfen. Nach jedem Zug also gilt es, neu zu operieren, neu zu planen,
zu rangieren, zu lavieren, zu sehen, wo und wie man den Gegner zu fassen
kriegt. Ein einziges Beispiel: Partner A zieht etwa im 10. Zug einen Bauern
um ein Feld vor. Nun steht Partner B vor einer ENTSCHEIDUNG. Soll er den
Bauern schlagen oder nicht? Aus dem Schlagen ergeben sich für die gesamte
Stellung, für Aufmarsch, Angriff, Verteidigung völlig andere
Perspektiven, als wenn er nicht geschlagen wird. Es kann ein minimaler Vorteil
oder Nachteil durch das Schlagen oder Nichtschlagen entstehen, aber eben
so gut auch enorme neue Perspektiven und Möglichkeiten. Von Zug zu Zug
müssen also fortgesetzt Entscheidungen getroffen werden. Ständig,
nach jedem eigenen Zug und vor allem nach jedem Zuge des Gegners, hat man
auf der Hut zu sein. Fürwahr: eine echte Lebensschule; denn das Leben
erspart uns ja auch nichts und bewahrt uns auch vor nichts, täglich,
stündlich, von Minute zu Minute, von Zug zu Zug. Und gar erst diese
Erziehung zu GEDULD UND ZÄHIGKEIT! Ein einziger unüberlegter Zug,
und alles ist vertan. Nichts läßt sich rückgängig machen,
ganz wie im Leben. Sollte aber ein Fehler unterlaufen, heißt es: sich
durchbeißen! Eine goldene Regel des Schachspiels lautet: "Berührt,
geführt". Das heißt: wer (am Zuge) eine seiner Figuren berührt
hat, muß mit dieser ziehen. Die Entscheidung fällt also nicht
erst auf dem Brett, sondern vorher: im Kopf. Wieder wie im Leben, in dem
sich nichts zurückdrehen läßt: jedes Wort (beim Schach: jeder
Zug) will sorgfältig bedacht sein.
Nun ließe sich folgern: demnach ist Schach nichts für die Jugend.
Denn es ist deren Art, unbedacht in Wort und Tat zu sein. Und dem ist zu
antworten: nein, eben, weil wir die Jugend ja lebenstüchtig machen und
ihre Waffen schärfen wollen und müssen für den täglichen
kleinen und großen Krieg mit den Partnern, eben deshalb sollen wir
nach derlei Gelegenheiten suchen gehen. Und wir finden sie im Schach. Es
gibt - auch in der Schule - dreierlei Arten, Schach zu spielen:
1. Man ,,holzt". Darunter verstehen die zünftigen Spieler schnell
heruntergespielte sogenannte Freundschaftspartien (auch Blitzpartien
gehören hierzu). Sie sind zugleich ein Sich-Messen wie ein Sich-Üben,
eine Art von Etüden, eine von den hunderterlei Vergnügungen der
Jugend - aber im Schach immer sehr inhaltvolle, exerzitienhafte
Vergnügungen, in denen es a in jedem Spiel um das Gewinnen geht, bei
dem ,,1" eben nicht gerade und darum ,,1" eben gerade ungerade ist. Solche
kleinen philosophischen Dinge merken die Spieler in diesem jungen Alter zwar
nicht sofort, aber mit der Zeit werden sie gewitzigt, weil sie durch das
"Holzen" Erfahrungen sammeln.
2. Das Einzelturnier. Hier kämpft jeder um seinen eigenen Ruhm und Sieg,
lernt es, Niederlagen hinzunehmen, ohne zu verzagen, und hat im umgekehrten
Falle das Recht, stolz zu sein. Das Selbstbewußtsein stärkt sich.
3. Der Mannschaftskampf. Er ist erzieherisch sehr hoch zu bewerten. Jetzt
kämpft der Einzelne nicht für sich, sondern für eine Gemeinschaft.
Es kommt darauf an, daß das Team gewinnt. Seine Partie kann die
Entscheidung bringen. Es macht mich oft fröhlich, und es ist imponierend,
mit anzusehen, wie in solchen Fällen sich der einzelne Jugendliche
zusammenreißt, um seiner Mannschaft den Sieg zu erkämpfen. Keine
Form des Jugend- und Schulschachs ist höher zu bewerten und zu veranschlagen
als diese.
ERZIEHER UND ELTERN muß man auf diese Facta mit großem Nachdruck
hinweisen. In den 10 Jahren, in denen ich jetzt das Schulschach im ganzen
oldenburgischen Land leiten durfte (inzwischen sind wir sogar schon im 11.
Jahr), ist für mich die wertvollste Erfahrung, daß immer mehr
Erzieher und Eltern sich von diesen Werten der Mannschaftskämpfe
überzeugen ließen, sich dafür immer tat kräftiger einsetzen
und zu Förderern dieser Einrichtung unserer Oldenburger Regierung werden.
Auch die Schülermitverwaltungen unterstützen von Jahr zu Jahr das
Unternehmen in wachsendem Maße. Damit verwirklicht sich die
ursprüngliche Idee und wird zu ständig größerem Ansporn.
b) Jugendarbeit heute
Bei aller Würdigung der Verdienste und des Engagements von Professor Pfannenstiel gibt es heute viele Anfragen an seine Vorstellungen von Jugendtraining. Aber wenn es um Finanzierung neuer Ausbildungswege geht, dann sind viele Schachfreunde noch in seiner Welt zuhause. Darum müssen wir uns der Auseinandersetzung stellen, wie es mit dem Jugendschach weitergehen soll.
Ich bin selbst einige Jahre Jugendwart im Schachbezirk gewesen und habe mich
so mit den Fragen der Ausbildung von jungen Schachspielern im Bezirk
auseinandersetzen müssen, außerdem habe ich im Verein lange
Jugendarbeit gemacht und angehende Übungsleiter auf diese Arbeit
vorbereitet.
Wir können nicht mehr zurück in die Welt von Professor Pfannenstiel,
zurück in die Gesellschaft der 50er und 60er Jahre. Der Schachtrainer
heute ist nicht mehr der „Schach- häuptling“, der seinen
Schüler als „geschätzten Winnetou“ grüßt.
Man kann diese Frage vielleicht am besten verdeutlichen, wenn man nach der
Einführung von Meisterschaften in den unteren Altersklassen fragt. Erst
Ende der 70er Jahre gibt es Bezirksmeisterschaften der B- und C-Jugend. Sehr
umstritten war dann die Einführung von Schnellschachmeisterschaften
der U-10-Jugend in den 90er Jahren. Und heute sind bei den Jugendserieturnieren
natürlich Wettkämpfe der U-8.
Bei den anderen Sportarten beginnt das Training oft schon schon vor der
Grundschule, - das weiß ich von meinen Enkelkindern,- so würden
wir die Jugendlichen später oft gar nicht aus ihren Trainingsverpflichtungen
ihrer ersten Sportart lösen können. Aber dieser Druck ist gar nicht
das wichtigste Argument. Wir wissen heute, wie wichtig eine frühzeitige
Schachausbildung ist, einer meiner früheren Schüler beklagte sich,
daß er ja leider erst mit 12 Jahren das Training in unserem Verein
begonnen habe. Der große Erfolg der Jugendarbeit der Wilhelmshavener
Schachfreunde beruhte gewiß auch auf der Arbeit von Karsten Bertram
und der Tatsache, daß dort die Jungen schon sehr früh an das
Schachspiel herangeführt wurden.
Begabte Schüler lernen vieles im Alleingang, aber es geht nicht ohne
gute Trainer, wenn ein Jugendlicher aus unserem Bezirk in der Konkurrenz
der Niedersächsischen Bezirke bestehen soll. Der Begleiter auch unserer
Teilnehmer bei Landesmeisterschaften sollte ein qualifizierter Ausbilder
sein. Ich kann Maximilian Dietrich gut verstehen, daß er sich auch
in diesem Jahre wieder den Hamburger Großmeister Karsten Müller
gewünscht hat. Wir würden ohne qualifizierten Trainer unsere
Jugendlichen um die Chancen bringen, die ihre Konkurrenten aus den anderen
Bezirken ganz selbstverständlich wahrnehmen können.
Ich bin gespannt, wie sich der Kongreß unseres Bezirkes zu den Kosten
für eine Kaderausbildung im Bezirk verhalten wird.
c) Jugendarbeit und Computer/Internet
Bei aller Würdigung moderner Traningsangebote muß bedacht werden,
ob diese unkritisch in der Jugendarbeit eingesetzt werden sollten. Ich habe
in mehreren Gesprächen mit Vlastimil Hort auch bei ihm ein Unbehagen
gespürt, wie sehr es zunehmendes Vertrauen auf elektronische Medien
(z. B. Chessbase und Internetpräsenz) im DSB und seinen Landesverbände
gibt. Wir haben uns gefragt: "Muß das Schachspiel nicht auch bei den
Jugendlichen ihre Lebenswirklichkeit mitgestalten, wie es bei vielen von
uns ein Teil unserer Biographie geworden ist?" Zu diesem Thema folgen hier
verschiedene Assoziationen notiert.
Der Freibauer: Angeregt werde ich durch einen Satz von A. Nimzowitsch:
"Ich versichere Ihnen, meine lieben Leser, der Freibauer hat für mich
eine Seele, genau wie der Mensch, Wünsche, die unerkannt in ihm schlummern,
und Befürchtungen, von deren Existenz er selbst kaum ahnt".
Mir fällt dazu ein: Ein Kind oder ein Jugendlicher kommt in einen
Schachverein: Wieviel Unterstützung braucht er, wie viele Steine
müssen aus dem Weg geräumt werden, bis er sich wie ein Freibauer
durch Umwandlung frei bewegen kann.
Kommunikation im Verein: Im Verein wird oft nur in Gruppen gespielt:
Die 1. Mannschaft bleibt unter sich, der Rest hat guten Kontakt untereinander.
Es ist also ganz anders als in einem Familienbetrieb im Handwerk. Dort fragt
der Lehrling bei einer schwierigen Aufgabe die erfahreneren Gesellen oder
den Meister um Hilfestellung.
Mir fällt dazu ein: Geben wir den schwächeren Jugendlichen schwierige
Motivaufgaben und schicken sie damit zu Spielern der ersten Mannschaft: Helft
uns mal! Ich denke an einen Übungsleiterlehrgang, in dem die Teilnehmer
begeistert zurückkamen: Auch unsere Spitzenspieler haben bei dieser
Aufgabe fast eine Viertelstunde gebraucht!
Erzählmotiv: Viele Berichte zu Schachpartien können mit
bekannten Erfahrungen aus anderen Bereichen geschildert werden, man denke
an das Beispiel von "David und Goliath" oder "Hans im Glück".
Mir fällt dazu eine Geschichte ein, die ein Teilnehmer in einem Seminar
erzählte: Spieler A beobachtet, daß sein Gegner, Spieler B, eine
Falle vorbereitet, aber noch zögert, sie zuschnappen zu lassen. Gleichzeitig
hat A festgestellt, daß die Kombination fehlerhaft ist, er fragt sich,
wie er B. zum Handeln bringen kann. Er entschließt sich, mit trauriger
Stimme seinem Gegner Remis anzubieten. B. nimmt das siegesgewiß nicht
an, schreitet zur Tat - und verliert!
Wachsen wollen: Im Breitensport ist ein wichtiger Satz: "Der Verein
muß wachsen wollen!" Gewiß geht es nicht ohne Förderung
des Spitzensports. Was geschieht aber, wenn die Vereine an der Basis kein
Vereinsleben mehr entwickeln?
Mir fällt dazu mit einer gewissen Übertreibung das Bild eines Vereins
in unserem Bezirk ein: Er hat faktisch nur eine erste Mannschaft, in
die die guten Spieler aus den Nachbarvereinen gelockt wurden. Sie
fehlen ihren Vereinen und leben nur für die Mannschaftskämpfe in der
gewünschten Liga. Ein solcher Verein braucht keinen Vereinsabend und
Jugendarbeit. Aber wer freut sich mit den Spielern über die Erfolge,
welche Jugendlichen dieses Ortes können und möchten solchen Vorbildern
nacheifern?
Fingerfertigkeit: Mit dem Laptop können wir heute große
Blitzturniere im Schweizer System durchführen. Ich rutsche nicht mehr
für längere Zeit in festen Gruppen mit den gleichen Nachbarn rechts
und links um den langen Tisch herum. Ich bekomme jede Runde einen neuen Gegner
und behalte am Ende überhaupt nicht mehr, gegen wen ich gespielt habe.
Ich bekomme im Turnier zufällig einen Gegner, der unwahrscheinlich schnell
mit der Uhr umgeht.
Mir fällt dazu der Vorschlag von Vlastimil Hort ein: "Laßt doch
einfach die Figuren weg, und bedient nur die Uhr. Das Fallblättchen
reicht doch für die Feststellung des Siegers".
Unerwartet: In einem großen Blitzturnier im Schweizer System
sitzt ein Spieler in der letzten Runde an Tisch 6 und gewinnt die Partie.
Erst später realisiert er, daß er dadurch noch den dritten Platz
belegt hat und einen Preis erhält.
Mir fällt dazu die folgende Geschichte ein, die mich sehr beeindruckt
hat: Ein Indianer kommt erstmals in eine große Stadt. Dort sieht er
die technischen Wunder unserer Zeit. Er bestaunt auf einem Gelände die
dort ausgestellten Neuwagen. Ein beflissener Autoverkäufer beginnt ohne
Punkt und Komma auf ihn einzureden, preist die Vorzüge des schnellen
Sportwagens, die Leistungsstärke. Der Indianer sieht ungläubig
drein. Darum lädt ihn der Verkäufer zu einer Probefahrt ein. Im
Nu ist der schnelle Wagen über die Ausfallstraße auf dem Highway.
Dort gibt der Fahrer ordentlich Gas, um zu zeigen, was in dem Wagen alles
drinsteckt. Er will alle Vorzüge des Wagens anpreisen, dem Indianer
zeigen, was der Wagen für einen technischen Schnickschnack aufweist.
Aber den Indianer scheint die ganze Aktion nicht so recht zu interessieren.
Die Worte des Autoverkäufers lassen ihn kalt. Während der
Autoverkäufer auf ihn einredet, sagt er nichts. Nach wenigen Meilen
bricht der Indianer jedoch sein Schweigen und sagt: "Können Sie bitte
sofort anhalten!" "Warum? Ist Ihnen nicht gut?" fragt ihn der Verkäufer
ganz beunruhigt. Er hat schon Sorge um die schönen Polster seines Autos.
Schnell lässt er den Wagen an einem Rastplatz anhalten. Der Indianer
steigt aus. Er geht ein paar Schritte, bleibt stehen und dreht sich mit dem
Gesicht in die Richtung, aus der sie gekommen sind. "Was machen Sie denn
da?" fragt der Autoverkäufer ungeduldig. Sein nächster Kunde wartet
bereits. "Ich warte, dass meine Seele nachkommt." antwortet der Indianer
seelenruhig.
Familienschach: Oft genug ist das Verhältnis zwischen Vater
und Sohn nicht spannungsfrei. Für uns ist es ein wichtiges Ereignis
in unserem Vereinsleben, daß wir die Väter/Mütter der Mitglieder
unserer Jugendabteilung einladen, mit ihrem Sohn/ihrer Tochter ein
2er-Familienschachteam für ein Turnier zu bilden.
Mir fällt dazu ein, was es für ein solches Team bedeutete, als
der Jugendlicher verzweifelt laut zu seinem Vater sagte: "Papa, du mußt
nun endlich auch einmal gewinnen!"
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- Geschrieben von: Thomas Schwietert
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Erinnerungen an Oskar Flegel (verstorben 1979)
Nicht nur die Schachspieler vom Schachverein Leer, sondern auch die
maßgeblichen Herren vom Ostfriesischen Schachbezirk sind sich nach
dem Tode von Oskar Flegel darüber im klaren, was für eine
Persönlichkeit er für das Schachleben in unserem Bereich gewesen
ist.
Er hatte sich von Jugend auf ganz dem Schachspiel verschrieben. Waren die
Schachfiguren ein Hobby von ihm? Gewiß, ja. Er spielte leidenschaftlich
gern Schach, besonders war dies in den früheren Jahren der Fall.
Als sympathischer, unkomplizierter Mensch besaß er neben seinem Talent
als guter Schachspieler auch die Fähigkeit, seine Kenntnisse über
die Grundlagen der Schachtheorie an interessierte Mitglieder, vorwiegend
an Jugendliche, weiterzugeben. Er verstand es, Begeisterung zu wecken. Viele
Jugendliche entdeckte er und förderte sie, wo er nur konnte. Das Ziel
war eine starke Jugend-Abteilung. Er hatte ein Gespür dafür, schnell
die Spielstärke und auch die Schwächen eines Mitgliedes zu erkennen.
Allein diese Eigenschaften machten ihn noch nicht zur Seele und zum Motor
des Schachvereins.
An jedem Spielabend schauten nach der Begrüßung alle auf ihn,
er war der Mittelpunkt, weil er dirigierte. Kein Schachspieler blieb ohne
Gegner, dafür sorgte er. Die Durchführung häufiger Blitzturniere
leitete er, wie auch die Vereinsmeisterschaften.
Als er genügend stärkere Spieler ausgebildet hatte, wurden die
Bezirks-Mannschaftsmeisterschaften mit großem Erfolg beschickt. Für
den Schachverein hatte er immer Zeit. Pünktlich war er jeden Mittwoch
bei den jugendlichen Spielern zur Stelle und am Donnerstag, dem Spielabend
des Vereins.
Oskar Flegel widmete sich in den letzten Jahren den älteren Spielern;
er war inzwischen ja selbst Rentner geworden. Das war am Montag nachmittag
im Gleiwitzer Hof. Dort wurde öfter auch einmal Skat gespielt und man
pflegte die Geselligkeit durch beliebte Tagestouren.
Nicht unerwähnt bleiben sollte sein Verdienst an der Organisation der
Austragung der Ostfriesischen Einzelmeister-schaften, bei denen sein Verein
sehr oft den Sieger stellte.
Wir alle schätzten Oskar Flegel sehr, werden noch oft an ihn denken
und ihn in guter Erinnerung behalten.
Wolbert Winenga
ehem. Vorsitzender SV Leer 09
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Geduld ist eine Voraussetzung für die Jugendarbeit |
In der Liste der Bezirksjugendwarte seit 1956 fällt
auf, daß das Amt immer wieder von neuen Personen besetzt wurde (vgl.
die Aufstellung der Funktionsträger). Nur Professor Pfannenstiel taucht
in den ersten Jahren unserer Geschichte 5mal auf. Ich denke, daß das
mit der Jugendarbeit in den Vereinen zusammenhängt. In einer Reihe von
Vereinen gab es Jugendwarte, die in ihrem Bereich ganz große Bedeutung
für die Jugendarbeit bekamen und ganze Gruppen von Jugendlichen zu guten
Turnierspielern machten. Hier hatte E. Pfannenstiel die
Vorreiterrolle, noch heute spielen Schachspieler aus seiner Schule im Schach
eine wichtige Rolle. Und dazu kommen andere Vereinsjugendwarte, die ihren
Jugendlichen viele Wege öffneten. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit
zu erheben, seien einige Namen genannt. Ihnen gemeinsam war, daß sie
Jugendliche um sich scharten, die sich gegenseitig hochschaukelten.
So ging es in Leer mit Oskar Flegel, der leider sehr schnell starb, aber
dessen Schüler heute noch Mannschaften stark machen. Noch heute wird
von ihm, der auch bei den Erwachsenen in Ostfriesland tolle Turniere
zusammenbrachte, gesprochen. Er hatte seine eigenen Vorstellungen vom
"Schweizer System", es war nach unserem Eindruck das "Flegelsystem", es brachte
immer interessante Paarungen. Lesen Sie an anderer Stelle den Nachruf, den
der Schachverein Leer dem Verstorbenen widmete.
Auch Herbert Janssen , der lange Jahre Bezirksturnierleiter war, hatte und
hat in Norden immer seine guten Nachwuchsspieler. Es ist schade, daß
er sich aus der Arbeit im Bezirk zurückgezogen hat.
In diese Reihe der besonderen Jugendwarte gehört Karsten Bertram, der
jahrelang bei den Wilhelmshavener Schachfreunden Jugendliche ausbildete,
die auf vielen Ebenen Erfolge feiern können, und gute Nachfolger setzen
jetzt seine Arbeit fort. Ich erinnere mich, daß ich, als ich als Jugendwart
meine ersten Bezirksmeisterschaften leitete, bei der Siegerehrung in
drei Altersklassen fast ausschließlich Wilhelmshavener Spieler
auszeichnete, nur ein 3. Platz blieb für die Spieler aus den anderen
Vereinen.
Ausgesprochen umfang- und erfolgreiche Jugendarbeit betrieb auch Heinz Kitscha
in Esens, der über Jahrzehnte auch trotz zunehmender Krankheit bis zu
seinem Tod sich intensiv um seine Jugendlichen kümmerte. Er war, um
dies zu belegen, immer bei den Bezirksmeisterschaften dabei und analysierte
mit seinen Spielern jede gespielte Partie.
Auch Gerd Müller aus Brake ist hier zu nennen, so lange er konnte, hat
er Kinder und Jugendliche an das Schachspiel herangeführt , und bis
heute haben seine Schüler die Arbeit fortgeführt.
Wahrscheinlich ist es ungerecht, wenn ich jetzt aus meiner Erfahrung als
früherer Bezirksjugendwart nur noch zwei Namen nenne, sehr geholfen
haben mir Ralf Wessel aus Dünsen und Ralf Heyen vom Fehntjer SK, die
mit ihren Jugendlichen zu den Turnieren kamen und auch heute noch Funktionen
in der Jugendarbeit des Bezirks und der Unterbezirke wahrnehmen.
Ende der 80er Jahre hatte auch ich eine Gruppe von Jugendlichen, unter
denen ein großer Wettbewerb war, der das Training der Teilnehmer
so förderte, daß ein Teil der Spieler mich in der Schachqualifikation
überholte. Es ist für mich eine große Freude, daß in
dieser Saison drei Spieler aus unserer früheren Jugendabteilung von
auswärts kommend wieder bei uns mitspielen.
Gegenüber den Vereinsjugendwarten hatte der Bezirksjugendwart,
schon wegen der knappen finanziellen Mitteln, wenig Chancen, sich intensiv
um die Jugendlichen aus dem ganzen Bezirk zu kümmern. Ich
hoffe, daß in Zukunft mehr gelingt, die guten Jugendlichen über
die Vereinsgrenzen hinaus zu fördern, es reicht nicht, wenn bei den
Bezirks- und Landesmeisterschaften Betreuung und qualifiziertes Training
angeboten wird.
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- Geschrieben von: Thomas Schwietert
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I. Unsere Aufstellung zeigt den Mannschaftsspielbetrieb im OOSV in der Spielzeit 1974/75. In der höchsten, gemeinsam mit Bremen durchgeführten Weser-Ems-Liga spielten mit mäßigem Erfolg drei 8er-Mannschaften des OOSV. Darunter war die OOSV-Liga (es findet sich auch der Begriff:Verbandsliga) mit acht 8er-Mannschaften, und 1974 startete erstmalig die OOSV-Klasse ("Verbandsklasse") in zwei Gruppen mit 6er-Mannschaften.
Spielzeit 1974/1975 |
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Weser-Ems-Liga (Bremen/OOSV) |
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dabei: 3 Mannschaften des OOSV: |
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OOSV-Liga |
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| Jever, Union II, WSC, SC Cloppenburg SV Leer I, SK Brake, Varel I. SC Lohne II |
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| OOSV- Klasse Gruppe I | OOSV- Klasse Gruppe II | |
| SK Papenburg, SK Jever, SV Norden, SC Aurich I, Turm WHV, SV Leer II, SC Aurich II |
SV Einswarden I, WT Rastede II, Union III, SV Einswarden II, Hundsmühlen I, SK Varel II, Hundsmühlen II |
II. Und nun zum Vergleich die Aufstellung für den Mannschaftspielbetrieb 2004/2005.
In dreißig Jahren hat sich doch einiges getan, die Zahl der Mannschaften ist enorm gestiegen. Fünf Mannschaften spielten in der letzten Saison in höheren Spielklassen. Dabei fällt allerdings auf, daß wir gegenüber dem Schachbezirk VI in den letzten Jahren stark zurückgefallen sind. Wir besetzen mit dem Bezirk VI gemeinsam die Verbandsliga West. Dort spielen jetzt 7 Mannschaften aus Bezirk VI und wir stellen derzeit nur einen Teilnehmer für diese Klasse, obwohl jedes Jahr der Sieger unserer SBOO-Bezirksliga in diese Klasse aufsteigt.
In unserer SBOO-Bezirksliga spielen zehn 8er-Mannschaften, die Absteiger
finden sich dann in der SBOO-Bezirksklasse ihrer Region wieder, in den beiden
Bezirsklassen wird mit acht 8er-Mannschaften gespielt.
Darunter gibt es jeweils in den vier Unterbezirken Ligen und Klassen mit
unterschiedlichen Namen. Die meisten Mannschaften fanden sich 2004/05 im
Unterbezirk Ostfriesland: In der Unterbezirksliga spielten acht 6er-Mannschaften,
in der Unterbezirksklasse zehn 4er-Mannschaften. Ähnlich sieht es im
Unterbezirk Südoldeburg aus: In der Kreisliga Süd spielten acht
6er-Mannschaften, darunter in der Kreisklasse Süd acht 4er-Mannschaften.
Kleiner ist die Zahl im Unterbezirk Ammerland-Oldenburg-Wesermarsch. Auch
hier spielten in der Kreisliga Ost acht 6er- Mannschaften, während dann
in der Kreisklasse vier 4-er Mannschaften spielen, zu denen auch Gastmannschaften
zählen, die nicht dem SBOO angehören. Im Unterbezirk WHV-Friesland
waren in der letzten Saison nur sechs 6er-Mannschaften gemeldet, hier war
der Aufstieg in die Bezirksklasse Nordwest leichter zu erzielen als in dem
anderen Unterbezirk.
Oberliga Nord |
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dabei: Union Oldenburg I, SK Jever |
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Landesliga Nord |
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dabei: Union Oldenburg II, SC Zwischenahn |
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Verbandsliga West |
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dabei: Wilhelmhavener SF |
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SBOO-Bezirksliga |
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| Union III, Rastede, Lohne, Papenburg, Emden, Turm WHV, Wildeshausen, Varel, Ganderkesee, Kaponier Vechta. |
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| Bezirksklasse Nord-West | Bezirksklasse Süd-Ost | |
| Holthusen, Norden, Jever II, WHV SF II. Fehntjer SK, Varel II, Emden II, WSC |
Löningen, Cloppenburg, Quakenbrück, Diepholz, Union Senioren, Brake, Löhne II, Hümmling |
UB-Liga Ostfriesland |
UB-Klasse WHV-Friesland | Kreisliga Ost |
Kreisliga Süd |
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| Aurich I, Leer-Heisfelde, Esens, Fehntjer SK II, Aurich 2 , SV Wittmund, Emden III, Norden II |
Turm WHV, Schortens I, WSF III, Varel III, WSC II, Schortens II |
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Union IV, Zwischenahn II, Rastede, Union V, Rastede III, Zwischenahn III, Brake II | Wildeshausen II, Quakenbrücker Sfr , Ganderkesee II, Vechta II, SC Dünsen, Löningen II , Diepholz II, Lohne 3 |
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UB-Klasse Ostfriesland |
Kreisklasse Ost |
Kreisklasse Süd |
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| Völlen I, Papenburg II, Holthusen II, Emden IV, Papenburg III, Leer-Heisfelde II, Emden V, Völlen II, SV Norden III, Aurich II | Junge Oldenburger, Zwischenahn IV, Ol Schachhüpfer, OL-Schachfit | Wildeshausen III, Wildeshausen IV, Hümmling II, Vechta III, Löningen III, Dünsen II, Quakenbrücker Sfr II, Löningen IV |
