Aktuelles

Zwei Sieger bei den Bezirkseinzelmeisterschaften 2026

Bis zur letzten Runde blieb auch in diesem Jahr noch alles offen, doch am Ende sicherte sich Nazar Tarasenko mit 4 Siegen und einem Remis den ersten Platz bei den Bezirkseinzelmeisterschaften 2026 des SBOO. Zwar erhielt er von Ralf...

Die Sieger der BEM 2026
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Der 71. Kongress im Überblick

Am 23. August 2026 fand im „Haus der Jugend" in Oldenburg der 71. Jahreskongress des SBOO statt. Ein zentraler Punkt der Tagesordnung war die Neuwahl des Vorstandes mit einigen Veränderungen an der Spitze des Bezirks. Dieser Bericht...

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BEM 2026 : Spannung pur vor der letzten Runde

Die Bezirkseinzelmeisterschaft des Schachbezirks Oldenburg Ostfriesland geht um 15:00 Uhr in ihre entscheidende fünfte und letzte Runde. Nach dem Abschluss von Runde 4 zeichnet sich eine ausgesprochen enge Spitzengruppe ab: Gleich sechs...

Termine

05 Sep.

DWZ/ELO Cup der Wilstermarsch & Itzehoe

Haus der Jugend Adolf-Rhode-Straße 7 25524 Itzehoe
06 Sep.

20. Barnstorfer Open der SG Barnstorf e. V.

Aldorfer Dorfgemeinschaftshaus, Aldorf 44, 49406 Barnstorf · 09:45 Uhr
03 Okt.

Schnellschach-EM des SBSO

Ehrenhalle im Mehrgenerationenhaus, Friedrichstr. 37 a, 49610 Quakenbrück
10 Okt.

Jugendeinzelmeisterschaft 2026

Jugendherberge Bad Zwischenahn Schirrmannweg 14, 26160 Bad Zwischenahn
15 Okt.

1. Vechta Open

Geschwister-Scholl-Oberschule, Driverstraße 12, 49377 Vechta · 09:15 Uhr

Was hinter dem Umzug steckt

Teil 2: Für die technisch Interessierten

Der erste Teil war die Kurzfassung. Hier die längere – für alle, die es genauer wissen wollen, und als Erfahrungsbericht für andere Vereine, denen Ähnliches passieren könnte.

Der Angriff

Ausgangspunkt war eine Sicherheitslücke in einer weit verbreiteten Editor-Erweiterung für Joomla. Die Lücke erlaubte das Hochladen von Dateien, die eigentlich nicht hätten hochgeladen werden dürfen – darunter ausführbaren Code. Über diesen Weg gelangten die Angreifer auf den Webspace.

Die Lücke war zu diesem Zeitpunkt bekannt und behoben. Unsere Installation lief auf einem älteren Stand. Das ist die ganze Geschichte, und sie ist so banal wie die meisten dieser Geschichten.

Was die Angreifer taten, war typisch für automatisierte Kampagnen: keine gezielte Spionage, kein Interesse an unseren Daten. Sie bauten Weiterleitungen ein, die Besucher – vor allem solche, die über Suchmaschinen kamen – auf fremde Seiten schickten. Dazu manipulierten sie die Seiten so, dass Suchmaschinen sie als Sprungbrett für fremde Inhalte werteten. Und sie hinterließen mehrere Hintertüren, um auch nach einer oberflächlichen Reinigung wieder hereinzukommen.

Die Lehre, die uns am meisten gekostet hat: Auf einem gemeinsamen Webspace sind Installationen keine getrennten Systeme. Was in einer Installation kompromittiert wird, kann die Nachbarn erreichen.

Warum Neubau statt Reinigung

Die Werkzeuge zum Aufspüren von Schadcode sind gut, aber sie sind nie vollständig. Ein Angreifer, der Root-nahe Rechte hatte, kann Dateien mit gültigen Zeitstempeln versehen, Code in Datenbankfelder einbetten, geplante Aufgaben anlegen. Nach jeder Reinigung bleibt eine Restfrage: Habe ich alles gefunden?

Diese Frage wollten wir nicht mit uns herumtragen. Also:

  • Neuer Server bei einem anderen Anbieter, frisch aufgesetzt
  • Frische Installationen statt migrierter Verzeichnisse
  • Neue Datenbanken, in die nur geprüfte Inhalte übernommen wurden
  • Sämtliche Zugangsdaten neu – Datenbanken, Mail, Administration, alles

Die Inhalte kamen aus Sicherungen, die vor dem Vorfall entstanden. Bilder und PDF-Dateien wurden übernommen, ausführbare Dateien nicht.

Die neue Architektur

Der Bezirk läuft jetzt auf einem eigenen virtuellen Server. Das ist mehr Arbeit als ein Baukasten-Hosting, aber es bringt drei Dinge, die uns wichtig waren:

Trennung. Jede Website läuft in einem eigenen Container – ein abgeschottetes Paket aus Anwendung und Datenbank. Was in einem Container passiert, bleibt dort. Die Nachbarn merken nichts davon. Genau das, was auf dem alten Webspace nicht der Fall war.

Kontrolle. Ein vorgeschalteter Dienst nimmt alle Anfragen entgegen, verschlüsselt sie und reicht sie an den richtigen Container weiter. Die Verschlüsselungszertifikate werden automatisch beschafft und erneuert. Kein vergessenes Zertifikat mehr, das an einem Sonntagmorgen abläuft.

Nachvollziehbarkeit. Die gesamte Konfiguration liegt in Textdateien, die versioniert sind. Wer wissen will, wann sich was geändert hat, kann nachschauen.

Die zentrale Anmeldung

Der auffälligste Unterschied für Nutzer ist die neue Anmeldung. Dahinter steht ein eigener Dienst, der ausschließlich für Identitäten zuständig ist. Die Websites selbst speichern keine Passwörter mehr.

Das klingt nach mehr Komplexität, und das ist es auch. Der Gewinn:

  • Ein Ort für Passwörter. Wenn eine Website kompromittiert wird, sind die Zugangsdaten nicht mit dabei.
  • Verifizierte Adressen. Ein Konto entsteht erst, wenn die E-Mail-Adresse bestätigt wurde. Keine Karteileichen, keine Fantasieadressen.
  • Zentrale Rechtevergabe. Wer auf welche Bereiche zugreifen darf, wird an einer Stelle entschieden, nicht in drei Benutzerverwaltungen.

Für den geplanten geschützten Archivbereich – historische Ergebnisse, Chroniken – ist das die Voraussetzung. Solche Daten gehören nicht offen ins Netz.

Backups: der Teil, über den niemand spricht

Ein Backup, das nie zurückgespielt wurde, ist keine Sicherung. Es ist eine Behauptung.

Diesen Satz habe ich in dieser Woche schmerzhaft gelernt. Deshalb läuft die Sicherung jetzt so:

  • Täglich automatisch, nachts, ohne dass jemand daran denken muss
  • Geprüft: Jede Sicherung wird nach dem Schreiben auf Vollständigkeit kontrolliert. Schlägt die Prüfung fehl, wird die Sicherung nicht als gültig markiert – und die vorherigen bleiben unangetastet.
  • Getestet: Wir haben tatsächlich eine Sicherung zurückgespielt, in eine isolierte Umgebung, und geprüft, ob dabei ein funktionierendes System herauskommt. Es kam eines heraus. Jetzt wissen wir es, statt es zu hoffen.

Was noch fehlt: eine Kopie an einem anderen Ort. Sicherungen auf demselben Server schützen vor Fehlern, nicht vor dessen Verlust. Daran arbeiten wir.

Was ich anders machen würde

Zur Ehrlichkeit gehört, die eigenen Fehler zu benennen:

Updates zu spät. Die ausgenutzte Lücke war bekannt und behoben. Wir waren zu langsam. Eine Vereinswebsite braucht keine tägliche Pflege, aber sie braucht jemanden, der die Sicherheitsmeldungen liest.

Zu viel auf einem Haufen. Mehrere Installationen auf einem Webspace waren bequem und billig. Der Preis wurde später fällig.

Kein Notfallplan. Als es passierte, gab es keine Antwort auf die Frage, wer was tut. Die gibt es jetzt – schriftlich.

Zu viel Wissen bei einer Person. Auch das ändert sich gerade. Die gesamte Anlage ist dokumentiert, so dass ein Nachfolger sie übernehmen kann, ohne bei null anzufangen.

Für andere Vereine

Falls ihr das lest, weil euch Ähnliches passiert ist oder ihr es vermeiden wollt:

  1. Updates einspielen. Nicht irgendwann. Zeitnah. Die meisten Angriffe nutzen Lücken, für die es seit Monaten eine Lösung gibt.
  2. Installationen trennen. Wenn möglich, nicht mehrere Websites auf einem Webspace.
  3. Backups testen. Einmal. Wirklich zurückspielen. Sonst wisst ihr nicht, was ihr habt.
  4. Bei einem Vorfall: neu bauen. Reinigen ist verlockend und selten ausreichend.
  5. Dokumentieren. Nicht für euch. Für den, der nach euch kommt.

Rückmeldungen erwünscht

Wenn ihr Fragen habt, Fehler entdeckt oder Vorschläge – schreibt mir. Und wenn jemand unter euch beruflich mit diesen Themen zu tun hat und einen kritischen Blick auf das Ergebnis werfen möchte: Ich freue mich darauf. Man wird betriebsblind.

Das ist der SBOO

26Vereine
4Unterbezirke
58Teilnehmer an der BEM 2025

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  • Schachunterbezirk Ammerland, Stadt Oldenburg, Wesermarsch
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